Es war Sonntag. Die Sonne schien, der blaue Himmel strahlte mich an und ich freute mich wie ein Schneekönig auf mein bevorstehendes Fußballspiel! Ich war zur Abwechslung mal fit, war den Abend vorher brav zuhause geblieben und sah dem Tag mit Freuden entgegen! Ich packte meinen Rucksack, kochte mir sogar Mittag zum Mitnehmen um die lange Fahrt zu überstehen, bereitete Tee für den Tag vor und kurz, ganz kurz bevor ich mich auf den Weg machen wollte empfing ich eine SMS. 'Game is cancelled due to a waterlogged pitch' - 'Das Spiel wurde wegen eines überfluteten Spielfeldes abgesagt' NA TOLL!
Meine Laune erreichte recht drastisch den Tiefpunkt den Tages und vor mich hingrummelnd packte ich meine Sachen wieder aus... Ich beschloss, damit der Tag nicht ganz verloren wäre, mein letztes Essay zu beenden und abzugeben - gesagt getan. Einige Stunden später hatte ich mein allerletztes Essay eingereicht und meine Laune hatte sich deutlich gebessert! FERTIG! jippie! Nichts mehr zu tun!
Um mich bei guter Laune zu halten hatte mich Laura zum Pfannkuchen-Mittag eingeladen (sehr lecker und sehr nett von ihr) und soooo schlecht war der Tag dann gar nicht ;)
Er wurde sogar noch immer besser je näher der Abend rückte. Ich war nämlich zu halb 8 von den Fußballmädels zu einem Social eingeladen worden!
[definition social: jeden Mittwoch halten die Sportteams ein Social ab, eine Zusammenkunft möglichst aller Teammitglieder, normalerweise mit einem bestimmten Thema zu dem sich jeder entsprechend kleiden muss. Diese Zusammenkünfte finden meist in einer Bar oder Ähnlichem statt und beginnen und enden mit vielen lustigen Trinkspielen, haben aber auch sehr strenge Regeln. Wer sich nicht daran hält, der trinkt!]
Nun ja, Thema des Abends war: unusual. Also als etwas Ungewöhnliches kommen. Ich ging als Cowgirl :) Wir hatten sehr viel Spaß, ich habe viele neue Lieder und Spiele kennengelernt und als dann die Zeit des Abschieds reif wurde sprangen alle auf, umarmten mich zusammen und sangen hüpfend: We love you Susi, we do! We love you Susi, we do!
Eine tolle Geste, wie ich fand.
Im Anschluss ging ich dann zur eigentlichen pre-gaming Party des Abends bei meinen 'anderen' Freunden. Als ich ankam war ich jedoch die einzige die schon was getrunken hatte und konnte die Stimmung so ungemein aufheitern ;) Danach gingen wir alle zusammen ins Asylum (ja, schon wieder) zum allerletzten Tower (so heißt die Party am Mittwoch dort immer).
Wir waren grade mitten im Tanz, als eine Sirene ohrenbetäubenden Krach verursachte 'Emergency Alarm - please leave the building - Emergency Alarm'
So richtig hat niemand reagiert, aber wir fanden uns dennoch frierend draußen wieder, ohne Jacken natürlich, und rannten durch Schlamm und Matsch und um die Bäume um uns warmzuhalten. Außerdem wars lustig. Und ja, ich muss zugeben, ich war eigentlich die Einzige die das gemacht hat. Aber ab und zu ist auch mal jemand mitgerannt :)
Nach etwa 15 Minuten ging die Party dann weiter, aber so richtig Lust hatte ich dann auch nicht mehr und ging um 2 mit Louise nach Hause.
So ganz müde waren wir dann aber doch noch nicht und beschlossen kurzerhand noch ein paar Serien zu gucken. Nicolas, Yannick und Kajetan kamen auch noch dazu (die waren zuhause geblieben um zu lernen) und so war die kleine Familie wieder vereint.
So schlecht der Tag auch begann, so gut endete er dann :)
Am nächsten Morgen gings mir zugegebenermaßen nicht ganz so gut. Dennoch raffte ich mich aus dem Bett, bekämpfte mein Kopfweh mit einer Aspirin und versuchte etwas Sinnvolles mit dem Tag anzufangen. Ich hatte keinerlei Pläne, doch als ich 1:30 auf die Uhr sah, da fiels mir wie Schuppen von den Augen - ich musste ja in die Schule! Und heute war mein letzter Tag! Und ich sollte eine Zusammenfassung des bisher gelernten Stoffes geben! Und ich hatte nichts vorbereitet! Mist mist mist... das war natürlich peinlich. Wie ein Flitzebogen raste ich zur Schule, versuchte mir eine möglichst originelle Ausrede einfallen zu lassen und mich zu erinnern, was wir in letzter Zeit so durchgenommen hatten.
Aber zm Glück war alle Panik umsonst, ich war nur 15 Minuten zu spät, was laut des Lehrers vollkommen in Ordnung war, und die Zusammenfassung entwickelte sich auch besser als erwartet mit Hilfe der Schüler (es waren diesmal nur 2 da). Also doch noch ein schöner letzter Schultag an dem sich Mr Jones bei mir bedankte und mich verabschiedete.
Training hatte ich ja dann auch noch und nachdem ich völlig fertig zuhause angekommen war erinnerte ich mich, dass wir ja heute Abend Indisch essen gehen wollten! Ach herrjeh. Also schnell unter die Dusche und ab ging die Post.
Laura, Rani, Giulia, Yannick und ich machten uns also auf den Weg zum Restaurant. Wir stiegen in den Bus, kauften unsere Tickets und nach etwa 2 Stationen fiel uns auf, dass der Bus gar nicht dort langfuhr, wo wir lang wollten -.- schön. Also machten wir gleich noch eine kleine Stadttour, fuhren bis ins Zentrum um dann wieder zurück zu fahren. Und das langersehnte indische Restaurant stellte sich dann als Marokkaner heraus. Essen war ok (also meins war sehr gut, aber es waren nicht alle zufrieden), aber ich war tierisch müde. Diese Müdigkeit verschwand dann allerdings auf mysteriöse Weise und zuhause angekommen entschieden wir uns mit Nicolas, dessen Schwester und Kajetan, aber dafür ohne Laura, noch Inception zu schaun. Wieso auch immer fingen wir danach aber noch an Den König der Löwen zu gucken und rundeten den Abend schließlich noch mit einer Folge Friends ab.
Ein sehr langer Tag endete.
Am 21. Januar buk ich die letzten Plätzchen dieses Winters, packte das erste Mal auf Probe und hörte einem Vorspiel einer Holländischen Kommillitonin auf der Blöckflöte zu. Hat sie gut gemacht. Sie hatte damals auch schon auf dem Weihnachtskonzert gespielt. Abends fand sich wieder unsere kleine Familie zusammen, (alias Nicolas, Lousie, Kajetan, Yannick und Laura) und wir wurden noch zusätzlich von Giulia, der Italienerin begleitet. Wir machten uns auf den Weg in einen kleinen, unscheinbaren Soulclub dessen Werbeflyer wir ein paar Tage zuvor erhalten hatten. Wir sich zeigte passten wir nicht ganz ins Klientel des Clubs, die waren doch alle schon so mitte 30, aber der Abend war trotzdem schön. Mal ein bisschen andere Musik. Außerdem bekam ich einen Drink spendiert nachdem mir jemand sein Bier über Arm und Bein gekippt hatte ^^ Das war auch das Mindeste wie ich fand!
Unser kleines Ritual setzte sich dann fort nachdem der Club wie üblich gegen galb 2 schloss und wir sahen noch einige Folgen Friends zusammen.
Das Wochenende fasse ich noch schnell zusammen - es war ein tolles letztes Wochenende! Am Samstag waren wir das aller-aller-allerletzte Mal im Asylum zur 'Bassick'-Party die einfach super genial war! Es tauchten plötzlich sämtliche Austauschstudenten noch einmal auf, weil es für viele die letzte Chance war nocheinmal gemeinsam wegzugehen und der Club war voll! Zwischnzeitlich kannte ich jeden einzelnen im Umkreis von 5 Metern und wir hatten super viel Spaß! Noch ein lezten Mal mit allen Nationen getanzt und Spaß gehabt - danach noch eine kurze Afterparty und dann nach Hause.
Denn für Sonntag war mein letztes Fußballspiel geplant. Diesmal fand es leider auch wirklich statt... obwohl ich schon früher gegangen war am vorherigen Abend war ich nicht so ganz fit, als wir gegen die Hall Road Rangers antraten. Wir hatten diesmal die Ehre und durften auf dem richtigen Stadion-Feld mit Zuschauerrängen spielen. Wir spielten gar nicht soooo schlecht - führten sogar. Kurz vor Schluss wurde ich ausgewechselt und in der letzten Minute fiel zu unserer Enttäuschung noch das 3:2 für die Gegner... Schade. Danach setzten wir uns noch in einem Pub zusammen und ich bekam ein T-Shirt geschenkt auf dem jedes Mädchen unterschrieb - total tolle Idee! Ich freute mich riesig!
Am Montag fand dann auch mein letztes Training statt, zu welchem wir alle in Schwarz-Rot-Gold erscheinen sollten (was so gut wie alle auch taten!) und ich fühlte mich echt toll. Ich hätte nicht erwartet, dass das Team so viel für mich macht und dass ihnen so viel an mir lag... Ich war wirklich gerührt.
Abends fand dann meine Good-bye-Party mit den ganzen Leutenaus Hull statt. Wir trafen uns bei mir und es war wirklich schön. Viele konnten nicht lange bleiben, da sie am nächsten Morgen eine Klausur schrieben, aber immerhin kamen sie kurz vorbei! Später wollten dann noch alle ins Piper, einen Club in der Nähe, ausbrechen. Doch ich wollte lieber zuhause bleiben. Tja, daraus wurde dann nichts und schwupps - fanden wir uns alle im Piper wieder. Dort trafen wir noch viele andere Studenten und es wurde eine super Party! Um 2 kehrten wir dann wieder in unser Haus zurück und weiter ging die Party bis halb 5. Einfach grandios! Ich muss zugeben, dass ich auf relativ viele Drinks eingladen wurde, sodass der Abend auch von allein immer lustiger wurde - aber es war schön noch einmal alle zu sehen.
Der Morgen des Abschiedes war sehr traurig. Laura begleitete mich noch bei der Schlüsselrückgabe und Kajetan kam auch noch vorbei und so saßen wir kurz vor meiner Abreise noch ein letztes Mal zusammen in der Küche. Alle ziemlich verkatert und müde, aber dennoch zusammen. Kajetan, Laura, Nicolas and Louise. Dann kam mein Taxi und mein Aufenthalt in Hull war entgültig beendet...
... um genau zu sein, nach Kingston Upon Hull - ein kleines Örtchen im nord-östlichen England. Ein Semester lang wird mich dort die University of Hull beherbergen und hoffentlich mit vielen neuen Erfahrungen versorgen.
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Freitag, 28. Januar 2011
Aufholjagd
Und die Aufholjagd beginnt ^^
Geendet hatte ich letztes Mal beim gescheiterten Versuch ins Sugarmill zu gehen und dort möchte ich auch anknüpfen. Der nächste Tag, der 11. Januar, war hauptsächlich von Muskelkater ob des vortagigen Fußballtrainings geprägt. Ich hatte schon wieder vergessen, wo ich überall Schmerzen spüren konnte... Ich hab mich mal wieder fleißig daran gesetzt meine Essays voranzutreiben (mit Erfolg übrigens) und wir schlossen den Abend mit dem Flim Alice im Wunderland ab. Da bei Yannick und Kajetan seit dem Wintereinbruch im Dezember ein riesiges Loch in der Decke des Wohnzimmers klafft und bei Laura das Haus voll war, haben wir den Filmabend diesmal bei mir verbracht. Schließlich ist es da auch immer am wärmsten :)
Tags darauf erfuhren wir, dass Lauras Kenntnisse der örtlichen Pubs sehr begrenzt war und beschlossen deshalb unbedingt eine kleine Pubtour in der Gegend zu machen. So zogen also Laura, Kajetan, Yannick, Lars (aus Holland) und ich los. In der Newland Avenue kehrten wir dann im Ruby's ein wo wir nach etwa 10 Minuten die einzigen Gäste waren... Deshalb beschlossen wir nach dem ersten Bier oder Cider ins Larkins fortzufahren wo wir dann über Gott und die Welt weiter diskutierten bis es um 11 keine Getränke mehr gab. Unsere Tour sollte nun im Piper enden, welches laut Aushang bis 12 Uhr offen hatet, aber wir fanden uns vor verschlossenen Türen wieder. Wie der Zufall so wollte trafen wir allerdings noch eine andere Gruppe Studenten, die ebenfalls den Abend im Pub verbracht hatten und beschlossen somit noch einmal flüssigen Nachschub bei Sainsbury's zu holen und dann noch einen Film zu schauen. So saßen wir also bei CJ (Christian aus Jena) und sahen Superman returns . Zumindest 3/4 des Films. So spannend war der dann doch nicht. Und es war ja dann auch schon spät. Und wir mussten ja früh aufstehen. Und außerdem war der Film total langweilig...
Am Morgen des 13. Januars wollte ich eine Konsultation mit meiner Crime Fiction Tutorin abhalten, stand extra früh auf und machte mich auf den Weg zu ihrem Büro. Unglücklicherweise war jenes grade besetzt und vor mir stand auch schon ein Wartender. Ich beschloss also mich auch hinzusetzen, so lange konnte das ja nicht dauern. Nach einer halben Stunde hatte sich an meiner Situation immer noch nichts geändert und so langsam begann ich einen Groll gegen jegliche Personen in meiner Umgebung zu richten. Endlich öffnete sich dann die Tür, der Mensch vor mir ging herein und das Warten begann von Neuem. Diesmal war Frau Vanacker, die Dozentin, allerdings so freundlich und kam kurz zu mir hinaus, meinte, dass ich etwa 15 Minuten warten sollte und wollte dann schon wieder ins Innere ihres Büros flüchten - aber so nicht! Ich hätte nur eine ganz kurze Frage, sagte ich, es würde nicht lange dauern. Nagut, aber nur ganz kurz, willigte sie ein. Nach 10 Minuten Gespräch über mein zukünftiges Essay ging ich zufrieden meiner Wege :)
Und zwar direkt in die Bibliothek, wo ich gleich die Recherche fortführte, fleißig wie ich bin.
Aber halb 2 musste ich ja wieder in die Schule, heute sollte ich Fragen zu den Themen vorbereiten, die wir in den letzten Wochen behandelt hatten. Wie sich herausstellte, hatten die Schüler in den letzten Wochen NICHTS gelernt. Aber an dieses Gefühl muss ich mich wohl in Zukunft gewöhnen...
Weiter ging mein langer Tag, schnell nach Hause, umziehen und ab zum Training! Auf dem Platz angekommen gab es keine Spur der anderen Mädels. Die Lichter waren aus und ich fühlte mich etwas einsam. Ein Blick auf mein Handy verriet mir, dass das Training abgesagt wurde (ich sollte da vielleicht öfter mal darufschaun) und so machte ich mich wieder auf den Nachhauseweg und konnte Lauras Einladung folgen ihren selbstgemachten Kuchen zu verspeisen :) Wir beschlossen dann kurzerhand einen Disney-Film-Abend zu veranstalten (mal wieder bei mir) mit den üblichen Verdächtigen. So sahen wir Die Schöne und das Biest und Ice Age 3 (ja, nicht so ganz Disney, aber immerhin auch ohne echte Schauspieler).
Samstag war dann der langersehnte Tag an dem Nicolas endlich wieder nach Hull kommen sollte! Bisher war ich entweder ganz allein oder mit Steven, dem Iren, gewesen - das war doch ein bisschen einsam. Nicolas hat dann auch gleich seine kleine Schwester Louise mitgebracht und kurz darauf verließ uns Steven, sodass wir nun eine neue 3er WG bildeten. Dieses Ereignis musste natürlich gebührend gefeiert werden und so (in Ermangelung besserer Alternativen) gingen wir mal wieder ins Asylum feiern. Wie immer eigentlich :)
Montag und Dienstag vergingen wie im Fluge - Montag reichte ich 2 meiner 3 essays ein (nur noch Crime Fiction fehlte) und wir gingen abends zum ersten Mal ins Piper, ein kleiner netter Club mit guter Musik. Und Dienstag buk ich mein zweites Brot (diesmal auch erfolgreicher), lud Laura zum essen ein und anschließend quatschten wir so den Abend weg und guckten nen bisschen desperate houswives. Ich wollte nämlich früh ins Bettchen, weil ich für mein Fußballspiel am Mittwoch fit sein wollte!
Doch was dann geschah... erfahrt ihr im nächsten Eintrag! *muhahah*
Geendet hatte ich letztes Mal beim gescheiterten Versuch ins Sugarmill zu gehen und dort möchte ich auch anknüpfen. Der nächste Tag, der 11. Januar, war hauptsächlich von Muskelkater ob des vortagigen Fußballtrainings geprägt. Ich hatte schon wieder vergessen, wo ich überall Schmerzen spüren konnte... Ich hab mich mal wieder fleißig daran gesetzt meine Essays voranzutreiben (mit Erfolg übrigens) und wir schlossen den Abend mit dem Flim Alice im Wunderland ab. Da bei Yannick und Kajetan seit dem Wintereinbruch im Dezember ein riesiges Loch in der Decke des Wohnzimmers klafft und bei Laura das Haus voll war, haben wir den Filmabend diesmal bei mir verbracht. Schließlich ist es da auch immer am wärmsten :)
Tags darauf erfuhren wir, dass Lauras Kenntnisse der örtlichen Pubs sehr begrenzt war und beschlossen deshalb unbedingt eine kleine Pubtour in der Gegend zu machen. So zogen also Laura, Kajetan, Yannick, Lars (aus Holland) und ich los. In der Newland Avenue kehrten wir dann im Ruby's ein wo wir nach etwa 10 Minuten die einzigen Gäste waren... Deshalb beschlossen wir nach dem ersten Bier oder Cider ins Larkins fortzufahren wo wir dann über Gott und die Welt weiter diskutierten bis es um 11 keine Getränke mehr gab. Unsere Tour sollte nun im Piper enden, welches laut Aushang bis 12 Uhr offen hatet, aber wir fanden uns vor verschlossenen Türen wieder. Wie der Zufall so wollte trafen wir allerdings noch eine andere Gruppe Studenten, die ebenfalls den Abend im Pub verbracht hatten und beschlossen somit noch einmal flüssigen Nachschub bei Sainsbury's zu holen und dann noch einen Film zu schauen. So saßen wir also bei CJ (Christian aus Jena) und sahen Superman returns . Zumindest 3/4 des Films. So spannend war der dann doch nicht. Und es war ja dann auch schon spät. Und wir mussten ja früh aufstehen. Und außerdem war der Film total langweilig...
Am Morgen des 13. Januars wollte ich eine Konsultation mit meiner Crime Fiction Tutorin abhalten, stand extra früh auf und machte mich auf den Weg zu ihrem Büro. Unglücklicherweise war jenes grade besetzt und vor mir stand auch schon ein Wartender. Ich beschloss also mich auch hinzusetzen, so lange konnte das ja nicht dauern. Nach einer halben Stunde hatte sich an meiner Situation immer noch nichts geändert und so langsam begann ich einen Groll gegen jegliche Personen in meiner Umgebung zu richten. Endlich öffnete sich dann die Tür, der Mensch vor mir ging herein und das Warten begann von Neuem. Diesmal war Frau Vanacker, die Dozentin, allerdings so freundlich und kam kurz zu mir hinaus, meinte, dass ich etwa 15 Minuten warten sollte und wollte dann schon wieder ins Innere ihres Büros flüchten - aber so nicht! Ich hätte nur eine ganz kurze Frage, sagte ich, es würde nicht lange dauern. Nagut, aber nur ganz kurz, willigte sie ein. Nach 10 Minuten Gespräch über mein zukünftiges Essay ging ich zufrieden meiner Wege :)
Und zwar direkt in die Bibliothek, wo ich gleich die Recherche fortführte, fleißig wie ich bin.
Aber halb 2 musste ich ja wieder in die Schule, heute sollte ich Fragen zu den Themen vorbereiten, die wir in den letzten Wochen behandelt hatten. Wie sich herausstellte, hatten die Schüler in den letzten Wochen NICHTS gelernt. Aber an dieses Gefühl muss ich mich wohl in Zukunft gewöhnen...
Weiter ging mein langer Tag, schnell nach Hause, umziehen und ab zum Training! Auf dem Platz angekommen gab es keine Spur der anderen Mädels. Die Lichter waren aus und ich fühlte mich etwas einsam. Ein Blick auf mein Handy verriet mir, dass das Training abgesagt wurde (ich sollte da vielleicht öfter mal darufschaun) und so machte ich mich wieder auf den Nachhauseweg und konnte Lauras Einladung folgen ihren selbstgemachten Kuchen zu verspeisen :) Wir beschlossen dann kurzerhand einen Disney-Film-Abend zu veranstalten (mal wieder bei mir) mit den üblichen Verdächtigen. So sahen wir Die Schöne und das Biest und Ice Age 3 (ja, nicht so ganz Disney, aber immerhin auch ohne echte Schauspieler).
Samstag war dann der langersehnte Tag an dem Nicolas endlich wieder nach Hull kommen sollte! Bisher war ich entweder ganz allein oder mit Steven, dem Iren, gewesen - das war doch ein bisschen einsam. Nicolas hat dann auch gleich seine kleine Schwester Louise mitgebracht und kurz darauf verließ uns Steven, sodass wir nun eine neue 3er WG bildeten. Dieses Ereignis musste natürlich gebührend gefeiert werden und so (in Ermangelung besserer Alternativen) gingen wir mal wieder ins Asylum feiern. Wie immer eigentlich :)
Montag und Dienstag vergingen wie im Fluge - Montag reichte ich 2 meiner 3 essays ein (nur noch Crime Fiction fehlte) und wir gingen abends zum ersten Mal ins Piper, ein kleiner netter Club mit guter Musik. Und Dienstag buk ich mein zweites Brot (diesmal auch erfolgreicher), lud Laura zum essen ein und anschließend quatschten wir so den Abend weg und guckten nen bisschen desperate houswives. Ich wollte nämlich früh ins Bettchen, weil ich für mein Fußballspiel am Mittwoch fit sein wollte!
Doch was dann geschah... erfahrt ihr im nächsten Eintrag! *muhahah*
Sonntag, 9. Januar 2011
semolina porridge
Nun ist auch schon wieder die erste Woche in Hull vorbei und mehr sogar. Hier verfliegt die Zeit wieder so schnell, dass ich heute ganz überrascht war, dass ich schon wieder so lange hier bin.
Ich würde sagen, das Wachstum der Anzahl der Studenten hier in Hull ließe sich am besten mit einer Kurve des Exponentiellen Wachstums darstellen.
Auch in meinen Abendgestaltungen lässt sich ein Wachstum der Personen feststellen:
Am ersten Abend war ich allein, am 2. zu zweit, am 3. und 4. Tag waren wir zu viert, am 5. dann zu acht, am 6. Tag zu neunt und am 7. Tag zu zehnt. Aber natürlich waren nicht immer alle Anwesenden dabei.
Zunächst war es doch ziemlich leer hier. Muss man ja mal zugeben. Susi allein in dem großen Haus, das war zu Beginn ein wenig einsam. Aber so hatte ich auch Zeit für mich selbst, blieb den ersten Abend zuhause und nutzte die Zeit endlich mal um meinen Blog auf Vordermann zu bringen und hier ein bisschen Ordnung zu schaffen.
Steven kam dann auch bald nach Hause, aber oft sehen wir uns nicht. Da ich nie weiß, wann er da ist (weil er sich einfach nicht an unsere Abmachung hält die Schuhe unten auszuziehen und stehenzulassen), habe ich ihn jetzt gebeten sich irgendwie kenntlich zu machen, wenn er zuhause ist. Seitdem liegt ein Zettel unten neben meinen Schuhen, wo entweder 'IN' oder 'OUT' draufsteht :)
Den 2. Tag hab ich auch nicht viel gemacht und hab mich Abends mit Wolfi getroffen um nen bisschen zu quatschen. Wir haben auch ne tolle neue Serie geschaut. Die heißt Come fly with me und ist vom BBC produziert. Wer Britischen Humor mag kann sich die mal angucken. Und wir haben uns die 50 misslungensten Schönheits-OP's angesehen. Igitt! Was die Leute alles mit ihren Körpern anstellen - das ist schon nicht mehr schön!
Am Dienstag hab ich dann tatsächlich mal was Sinnvolles gemacht und mit der Recherche für meine Essays begonnen bzw. weitergemacht. Aber ich komm nicht wirklich schnell voran musste ich feststellen. Jetzt liegt hier ein etwas größerer Stapel mit Bibliotheksbüchern auf meinem Schreibtisch, was meine Motivation nicht unbedingt steigert.
Abends war ich dann mit Wolfi, Sandra und Annika im Pub namens Gardener's Arms und wir haben ein bisschen gequatscht.Das Pub hat dann aber sogar schon kurz nach 10 geschlossen, sodass ich dreiviertel 11 wieder zuhause war.
Somit war ich ja dann fit und munter am Mittwoch um weiter an meinen Essays zu arbeiten. Hat auch ganz gut geklappt, muss ich sagen. Ein Buch weniger ist jetzt auf dem Stapel!
Am Abend haben wir uns wieder bei Wolfi getroffen (der hat nämlich ein großes Haus mit riesigem Wohnzimmer mit 3 Sofanten und Fernseher, weil er nicht in einem Studentenhaus von der Uni wohnt, sondern in einem privat vermieteten) und dann haben wir zusammen How to tame a dragon, oder auf Deutsch Drachenzähmen leicht gemacht gesehen. Ein wirklich putziger Film. Susi will jetzt auch so einen Drachen haben...
Am Donnerstag war ich mal wieder in der Schule und hatte diesmal die Aufgabe eine Präsentation über Erich Honecker zu halten. Tja, es gibt auch schönere Themen, aber man kann sich ja nicht immer alles aussuchen. Danach haben wir eineinhalb Stunden lang eine Doku (die ziemlich gut war, wie ich fand) über Honecker gesehen und das wars dann auch schon mit der Unterrichtsvorbereitung von Mr. Jones. Fand ich ein bisschen enttäuschend. Generell find ich ihn nicht mehr so toll. Sein Deutsch ist offenbar doch nicht so gut, wie ich anfangs dachte, zumindest muss ich ihn immer öfter verbessern oder er hat selbst Wortfindungsschwierigkeiten, und sein Unterricht ist auch nicht wirklich didaktisch durchdacht oder wenigstens die Schüler einbeziehend...
Abends haben wir unseren Filmabend dann gleich mit Shreck 4 fortgesetzt, der auch seine guten Szenen hatte. Besonders der fette Kater war genial! Nun waren wir ja immerhin schon 8 Leute.
Freitag haben wir zur Abwechslung mal was gespielt, das erste Mal in Hull, soweit ich mich erinnern kann. Ich hab mein Phase 10 Spiel also doch nicht umsonst mitgenommen ;) Es war zwar etwas kompliziert die Regeln für alle verständlich zu erklären und wir mussten auch die Phasenkarten zunächst übersetzen (die gibts in der Master-version nämlich leider nur auf Deutsch), aber letzten Endes hat dann alles gut geklappt. Wir haben die meisten Joker der Einfachheit halber rausgelassen und zum Teil in Teams gespielt und das Spiel ging aus, wie es IMMER ausgeht ... Susi hat haushoch verloren... Aber ich bin das ja inzwischen schon gewohnt, also halb so schlimm. Achja, das war auch der Tag, an dem ich mir eigentlich eine neue Hose kaufen wollte, da meine alte Jeans leider den Geist aufgegeben hat... aber offenbar sollte ich keine neue Hose bekommen. Es war unfassbar. Und ich war schon nach kurzer Zeit super frustriert. Um nicht ganz mit leeren Händen heimzukommen hab ich mir im Sportladen noch superreduzierte Sport-Unterzieh-Sachen gekauft. Also ihr wisst schon, sone Art dünne Thermokleidung. Fürs Fußballspielen. Wenigstens da hab ich ein Schnäpperlein gemacht - statt über 40€, die ein einzelnes kurzärmiges Shirt und eine kurze Hose eigentlich kosten sollten, hab ich glatte 10€ bezahlt. Beschwingt von diesem guten Kauf kehrte ich dann heim.
Samstag war sonen bisschen Gammeltag. Muss
ja auch mal sein :) Aber es wurde zu einem sehr tollen Tag, da ich mein erstes Brot buk! Mami hatte mir beim Abflug 2 Brotbackmischungen mitgegeben und nun sah ich den Zeitpunkt für gekommen um sie auch zu benutzen. Leider war ich völlig mittellos, besaß weder Messbecher, noch Schüssel, noch Mixer oder Kastenform, aber mit ein wenig Impovisations- und Schätztalent ging das Brotbacken relativ gut über die Bühne. Eine Gabel und eine leere Eispackung tun auch ihre Dienste. Nur die Kastenform war ein wirklicher Verlust, aber so hab ich das vielleicht erste Körner-Fladenbrot der Welt gebacken! Man kann, wenn man sich Mühe gibt, auch noch Scheiben abschneiden und es ist super-lecker :) Vielen Dank, Mama!
Später war ich dann nen bisschen mit Yannick Gitarre spielen und Kajetan begrüßen und hab die beiden dann auch gleich zum echten deutschen Brot-Abendbrot eingeladen - toll! Danach waren wir noch bei Lars, zur ersten offiziellen Hausparty diesen Jahres mit immerhin 10 Leuten :) War ganz lustig. Bin aber nur bis 12Uhr geblieben, weil ich am nächsten Tag mein allererstes Fußballspiel des Jahres haben sollte.
Und so war es dann auch. 12:30Uhr war Treffpunkt am Sportcenter. Ein Auswärtsspiel also. Ich hatte nicht mal das gewusst, war also neugierig gegen wen und wo wir denn nun spielen würden und ich wurde mit der Aussage befriedigt, dass es nur knappe 10 Minuten entfernt sei.
Haha, dachte ich mir, als wir nach einer dreiviertelstunde immernoch ziellos umherfuhren, auf der Suche nach dem vermeintlichen Fußballfeld. Sollte ja eigentlich nicht so schwer zu finden sein. Letzten Endes wurden wir dann irgendwo abgeholt und hingelotst, das war wirklich ziemlich versteckt in einem Wirrwarr aus Einbahnstraßen und Sackgassen. Da die anderen beiden Autos immer noch nicht angekommen waren, haben wir die dann auch noch irgendwo abgeholt, sodass wir schließlich, wie immer zu spät, auf dem Spielfeld erschienen.
Wir traten gegen die Malet Lampert YC Ladies an (übrigens Tabellenzweiter wohingegen wir Vorletzter sind... wer sich das mal auf dem Spielplan angucken möchte:
http://full-time.thefa.com/ProcessPublicSelect.do?psSelectedSeason=2060452&psSelectedDivision=7457930&Submit.x=13&Submit.y=8&Submit=Submit&psSelectedCompetition=0&psSelectedLeague=5355055).
Es war ein Disaster. Es endete noch halbwegs glimpflich mit einer Niederlage für uns von 'nur' 10:2 ... Man muss dazusagen, dass wir immerhin drei Tore geschossen haben - eins nur leider ins eigene Netz. Ich hab nur 20 Minuten gespielt (während der wir auch nur 0:1 hinten lagen) und habe mir den Rest des Spieles dann von außen angesehen. Es war tierisch kalt und ich war total erschöpft und durchgefroren, als wir dann endlich wieder zuhause ankamen. Für den Rückweg haben wir dann tatsächlich nicht mal 10 Minuten gebraucht..
Mehr hab ich an dem Tag auch nicht mehr gemacht, dazu reichte die Kraft dann nicht mehr aus.
Montag war ein schöner Tag. Ich war voll motiviert, arbeitete an meinen Essays, räumte mein Zimmer auf, saugte sogar Staub (!), ging in die Bibliothek und einkaufen und empfing dann Laura um 3 zum Kaffeetrinken. Um 5 hatte ich dann mein erstes Fußballtraining des Jahres und es war wunderbar! Wir waren nur zu 14. und wie es sich herausstellte dürfen wir momentan eigentlich gar nicht trainieren, aber wir habens trotzdem gemacht. Ich fürchte allerdings, dass es vorerst das letzte Mal gewesen sein könnte... Ich hoffe nicht.
Seit dem Training habe ich jetzt auch einen modischen Ballabdruck auf meinen Oberschenkeln, da ich einen stark und aus etwa 1m Entfernung geschossenen Ball mit ebendiesen abfing. Das tut immer noch weh... Aber es tat gut mal wieder Sport zu machen :)
Nachtrag: Muskelkater hab ich jetzt auch wieder... uch... mir tut alles weh..
Am Abend war ich rlativ knülle, aber da die Mehrheit der anwesenden Studenten entschied ins Sugar Mill (ein Club in der Innenstadt) zu gehen, stimmten Laura und ich mehr oder weniger widerwillig zu auch mitzukommen. Doch zunächst wollten wir noch zu einer Abschiedsfeier gehen. Auf dem Weg dorthin trafen wir einige andere und wie sich herausstellte passierte das übliche. Die Initiatoren hatten keine Lust mehr, waren müde, krank, überlastet - was weiß ich. Daraufhin sagte der Rest auch ab und wir waren gar nicht so böse darüber. Die Hausparty war super und die Zeit verging wie im Fluge. Ein wirklich schöner Tag!
Tja.. ansonsten hab ich mal wieder festgestellt wie schlecht isoliert die Geböude hier sind, als ich das Handy meines Hausnachbarn mit geschlossenen Fenstern vibrieren hab hören...
Übrigens flog hier grad ein Flugzeug über die Häuser und meine Fensterscheiben haben so gewackelt, dass ich dachte sie würden jeden Moment zerspringen. Was haben die denn hier für Flugzeuge??
Nun gut, das wars dann auch für diese Woche :)
Bis zum nächsten Mal!
Cheers
PS: wenn ihr euch fragt: Was könnte denn der Titel bedeuten? Semolina was? Tja.. das heißt Grießbrei! Auf dessen erfolglose Suche ich mich gemacht habe. Aber ich konnte mir auch ehrlich gesagt das Wort nie lange genug merken um tatsächlich mal danach zu fragen...
Ich würde sagen, das Wachstum der Anzahl der Studenten hier in Hull ließe sich am besten mit einer Kurve des Exponentiellen Wachstums darstellen.
Auch in meinen Abendgestaltungen lässt sich ein Wachstum der Personen feststellen:
Am ersten Abend war ich allein, am 2. zu zweit, am 3. und 4. Tag waren wir zu viert, am 5. dann zu acht, am 6. Tag zu neunt und am 7. Tag zu zehnt. Aber natürlich waren nicht immer alle Anwesenden dabei.
Zunächst war es doch ziemlich leer hier. Muss man ja mal zugeben. Susi allein in dem großen Haus, das war zu Beginn ein wenig einsam. Aber so hatte ich auch Zeit für mich selbst, blieb den ersten Abend zuhause und nutzte die Zeit endlich mal um meinen Blog auf Vordermann zu bringen und hier ein bisschen Ordnung zu schaffen.
Steven kam dann auch bald nach Hause, aber oft sehen wir uns nicht. Da ich nie weiß, wann er da ist (weil er sich einfach nicht an unsere Abmachung hält die Schuhe unten auszuziehen und stehenzulassen), habe ich ihn jetzt gebeten sich irgendwie kenntlich zu machen, wenn er zuhause ist. Seitdem liegt ein Zettel unten neben meinen Schuhen, wo entweder 'IN' oder 'OUT' draufsteht :)
Den 2. Tag hab ich auch nicht viel gemacht und hab mich Abends mit Wolfi getroffen um nen bisschen zu quatschen. Wir haben auch ne tolle neue Serie geschaut. Die heißt Come fly with me und ist vom BBC produziert. Wer Britischen Humor mag kann sich die mal angucken. Und wir haben uns die 50 misslungensten Schönheits-OP's angesehen. Igitt! Was die Leute alles mit ihren Körpern anstellen - das ist schon nicht mehr schön!
Am Dienstag hab ich dann tatsächlich mal was Sinnvolles gemacht und mit der Recherche für meine Essays begonnen bzw. weitergemacht. Aber ich komm nicht wirklich schnell voran musste ich feststellen. Jetzt liegt hier ein etwas größerer Stapel mit Bibliotheksbüchern auf meinem Schreibtisch, was meine Motivation nicht unbedingt steigert.
Abends war ich dann mit Wolfi, Sandra und Annika im Pub namens Gardener's Arms und wir haben ein bisschen gequatscht.Das Pub hat dann aber sogar schon kurz nach 10 geschlossen, sodass ich dreiviertel 11 wieder zuhause war.
Somit war ich ja dann fit und munter am Mittwoch um weiter an meinen Essays zu arbeiten. Hat auch ganz gut geklappt, muss ich sagen. Ein Buch weniger ist jetzt auf dem Stapel!
Am Abend haben wir uns wieder bei Wolfi getroffen (der hat nämlich ein großes Haus mit riesigem Wohnzimmer mit 3 Sofanten und Fernseher, weil er nicht in einem Studentenhaus von der Uni wohnt, sondern in einem privat vermieteten) und dann haben wir zusammen How to tame a dragon, oder auf Deutsch Drachenzähmen leicht gemacht gesehen. Ein wirklich putziger Film. Susi will jetzt auch so einen Drachen haben...
Am Donnerstag war ich mal wieder in der Schule und hatte diesmal die Aufgabe eine Präsentation über Erich Honecker zu halten. Tja, es gibt auch schönere Themen, aber man kann sich ja nicht immer alles aussuchen. Danach haben wir eineinhalb Stunden lang eine Doku (die ziemlich gut war, wie ich fand) über Honecker gesehen und das wars dann auch schon mit der Unterrichtsvorbereitung von Mr. Jones. Fand ich ein bisschen enttäuschend. Generell find ich ihn nicht mehr so toll. Sein Deutsch ist offenbar doch nicht so gut, wie ich anfangs dachte, zumindest muss ich ihn immer öfter verbessern oder er hat selbst Wortfindungsschwierigkeiten, und sein Unterricht ist auch nicht wirklich didaktisch durchdacht oder wenigstens die Schüler einbeziehend...
Abends haben wir unseren Filmabend dann gleich mit Shreck 4 fortgesetzt, der auch seine guten Szenen hatte. Besonders der fette Kater war genial! Nun waren wir ja immerhin schon 8 Leute.
Freitag haben wir zur Abwechslung mal was gespielt, das erste Mal in Hull, soweit ich mich erinnern kann. Ich hab mein Phase 10 Spiel also doch nicht umsonst mitgenommen ;) Es war zwar etwas kompliziert die Regeln für alle verständlich zu erklären und wir mussten auch die Phasenkarten zunächst übersetzen (die gibts in der Master-version nämlich leider nur auf Deutsch), aber letzten Endes hat dann alles gut geklappt. Wir haben die meisten Joker der Einfachheit halber rausgelassen und zum Teil in Teams gespielt und das Spiel ging aus, wie es IMMER ausgeht ... Susi hat haushoch verloren... Aber ich bin das ja inzwischen schon gewohnt, also halb so schlimm. Achja, das war auch der Tag, an dem ich mir eigentlich eine neue Hose kaufen wollte, da meine alte Jeans leider den Geist aufgegeben hat... aber offenbar sollte ich keine neue Hose bekommen. Es war unfassbar. Und ich war schon nach kurzer Zeit super frustriert. Um nicht ganz mit leeren Händen heimzukommen hab ich mir im Sportladen noch superreduzierte Sport-Unterzieh-Sachen gekauft. Also ihr wisst schon, sone Art dünne Thermokleidung. Fürs Fußballspielen. Wenigstens da hab ich ein Schnäpperlein gemacht - statt über 40€, die ein einzelnes kurzärmiges Shirt und eine kurze Hose eigentlich kosten sollten, hab ich glatte 10€ bezahlt. Beschwingt von diesem guten Kauf kehrte ich dann heim.
Samstag war sonen bisschen Gammeltag. Muss
Später war ich dann nen bisschen mit Yannick Gitarre spielen und Kajetan begrüßen und hab die beiden dann auch gleich zum echten deutschen Brot-Abendbrot eingeladen - toll! Danach waren wir noch bei Lars, zur ersten offiziellen Hausparty diesen Jahres mit immerhin 10 Leuten :) War ganz lustig. Bin aber nur bis 12Uhr geblieben, weil ich am nächsten Tag mein allererstes Fußballspiel des Jahres haben sollte.
Und so war es dann auch. 12:30Uhr war Treffpunkt am Sportcenter. Ein Auswärtsspiel also. Ich hatte nicht mal das gewusst, war also neugierig gegen wen und wo wir denn nun spielen würden und ich wurde mit der Aussage befriedigt, dass es nur knappe 10 Minuten entfernt sei.
Haha, dachte ich mir, als wir nach einer dreiviertelstunde immernoch ziellos umherfuhren, auf der Suche nach dem vermeintlichen Fußballfeld. Sollte ja eigentlich nicht so schwer zu finden sein. Letzten Endes wurden wir dann irgendwo abgeholt und hingelotst, das war wirklich ziemlich versteckt in einem Wirrwarr aus Einbahnstraßen und Sackgassen. Da die anderen beiden Autos immer noch nicht angekommen waren, haben wir die dann auch noch irgendwo abgeholt, sodass wir schließlich, wie immer zu spät, auf dem Spielfeld erschienen.
Wir traten gegen die Malet Lampert YC Ladies an (übrigens Tabellenzweiter wohingegen wir Vorletzter sind... wer sich das mal auf dem Spielplan angucken möchte:
http://full-time.thefa.com/ProcessPublicSelect.do?psSelectedSeason=2060452&psSelectedDivision=7457930&Submit.x=13&Submit.y=8&Submit=Submit&psSelectedCompetition=0&psSelectedLeague=5355055).
Es war ein Disaster. Es endete noch halbwegs glimpflich mit einer Niederlage für uns von 'nur' 10:2 ... Man muss dazusagen, dass wir immerhin drei Tore geschossen haben - eins nur leider ins eigene Netz. Ich hab nur 20 Minuten gespielt (während der wir auch nur 0:1 hinten lagen) und habe mir den Rest des Spieles dann von außen angesehen. Es war tierisch kalt und ich war total erschöpft und durchgefroren, als wir dann endlich wieder zuhause ankamen. Für den Rückweg haben wir dann tatsächlich nicht mal 10 Minuten gebraucht..
Mehr hab ich an dem Tag auch nicht mehr gemacht, dazu reichte die Kraft dann nicht mehr aus.
Montag war ein schöner Tag. Ich war voll motiviert, arbeitete an meinen Essays, räumte mein Zimmer auf, saugte sogar Staub (!), ging in die Bibliothek und einkaufen und empfing dann Laura um 3 zum Kaffeetrinken. Um 5 hatte ich dann mein erstes Fußballtraining des Jahres und es war wunderbar! Wir waren nur zu 14. und wie es sich herausstellte dürfen wir momentan eigentlich gar nicht trainieren, aber wir habens trotzdem gemacht. Ich fürchte allerdings, dass es vorerst das letzte Mal gewesen sein könnte... Ich hoffe nicht.
Seit dem Training habe ich jetzt auch einen modischen Ballabdruck auf meinen Oberschenkeln, da ich einen stark und aus etwa 1m Entfernung geschossenen Ball mit ebendiesen abfing. Das tut immer noch weh... Aber es tat gut mal wieder Sport zu machen :)
Nachtrag: Muskelkater hab ich jetzt auch wieder... uch... mir tut alles weh..
Am Abend war ich rlativ knülle, aber da die Mehrheit der anwesenden Studenten entschied ins Sugar Mill (ein Club in der Innenstadt) zu gehen, stimmten Laura und ich mehr oder weniger widerwillig zu auch mitzukommen. Doch zunächst wollten wir noch zu einer Abschiedsfeier gehen. Auf dem Weg dorthin trafen wir einige andere und wie sich herausstellte passierte das übliche. Die Initiatoren hatten keine Lust mehr, waren müde, krank, überlastet - was weiß ich. Daraufhin sagte der Rest auch ab und wir waren gar nicht so böse darüber. Die Hausparty war super und die Zeit verging wie im Fluge. Ein wirklich schöner Tag!
Tja.. ansonsten hab ich mal wieder festgestellt wie schlecht isoliert die Geböude hier sind, als ich das Handy meines Hausnachbarn mit geschlossenen Fenstern vibrieren hab hören...
Übrigens flog hier grad ein Flugzeug über die Häuser und meine Fensterscheiben haben so gewackelt, dass ich dachte sie würden jeden Moment zerspringen. Was haben die denn hier für Flugzeuge??
Nun gut, das wars dann auch für diese Woche :)
Bis zum nächsten Mal!
Cheers
PS: wenn ihr euch fragt: Was könnte denn der Titel bedeuten? Semolina was? Tja.. das heißt Grießbrei! Auf dessen erfolglose Suche ich mich gemacht habe. Aber ich konnte mir auch ehrlich gesagt das Wort nie lange genug merken um tatsächlich mal danach zu fragen...
Sonntag, 2. Januar 2011
London here we come!
Weihnachten zuhause war sehr schön, wenn auch ziemlich kurz, denn am 28.12.2010 flog ich zusammen mit Matze ja schon wieder nach London.
Eine Woche nach dem riesigen Schneechaos an den Londonder Flughäfen war der Anblick bei unserer Ankunft überraschend - kein Fleckchen war mehr mit Schnee bedeckt! Auch die Temperaturen waren sehr angenehm und deutlich über 0°C was unseren Besuch wesentlich angenehmer gestaltete.

Wir residierten in einem St. Christopher's Inn Hostel am Shepherd's Bush, eine recht zentrale Position, direkt am U-Bahnhof der Central Line und nicht weit entfernt vom (zur Zeit seiner Eröffnung) drittgrößten Kaufhaus der UK, dem Westfield. Dort verbrachten wir auch den Rest unseres ersten Tages und liefen stundenlang durch das Kaufhaus, in welchem es eine Schlittschuhbahn, ein Kino und hunderte von Geschäften gab. Es war wirklich riiiiesig! Es gab sogar tolle Routenplaner, die einem die Ladensuche erleichterten. Abends saßen wir dann in der Bar unten im Hostel, dem Belushi's, und Matze trank seinen allerersten Snakebite :) Falls ich es noch nicht erwähnt habe, das ist hier so eine Art Nationalgetränk bestehend aus Cider, Bier und Cranberry Saft.
Mh, leider kann ich das Bild nicht drehen, ich hab schon alles versucht, aber hier wird uns der Weg zum Deichmann beschrieben :)
Das war übrigens unser Zimmer. Klein aber ausreichend. Wir hatten sogar ein Klo und eine Dusche in unserem Zimmer, aber leider hat die Dusche ständig getropft, sodass wir immer eine etwas nervige Geräuschkulisse hatten.
Der Wellington Arch. Wellington war ein General der die Schlacht um Waterloo gegen Napoleon gewann.
Hier gibt es extra Ampeln für die Pferdchen :) Die Reiter können ja auch nicht jedes Mal von ihrem hohen Ross steigen, wenn sie mal über die Straße galoppieren wollen.

Am Buckingham Palace war grade Wachablösung. Ein riesiges Spektakel, welches alle 2 Tage stattfindet und jedes Mal tausende von Touristen anzieht. Wenn man nicht schon Stunden vorher da ist, dann sieht man genauso viel wie wir - nämlich fast nichts.
Unser Tourguide Thomas, der uns alles wichtige und unwichtige über London erzählte, unter anderem die spektakulärsten Einbrüche in den Buckingham Palast.
Der Trafalgar Square mit General Nelson auf der Säule, welcher die große Schlacht von Trafalgar gewann, doch leider nicht mehr lebend heimkam um gefeiert zu werden. Statdessen wurde er in einem Rumfass auf dem Schiff konserviert, dessen Inhalt allerdings bei Ankunft beträchtlich geschrumpft war - lecker. Der Herr hatte übrigens nur noch ein Auge und einen Arm und stand immer auf dem Bug des vordersten Schiffes wenn angegriffen wurde. Ein Wunder, dass er überhaupt so lang überlebte!
So sieht es aus, wenn Matze wie ein Pferd gucken soll. Wir befinden uns nämlich grade auf dem Horse Guards Parade Platz. Hier findet normalerweise 2 Mal im Jahr Paraden der Pferdewachen statt, doch 2012 wird dieser Platz auch für die Beachvolleyball Turniere der Damen im Rahmen der Olympischen Spiele genutzt.
Dass ich ein Bild von diesem Gebäude habe ist eigentlich ein Wunder, denn dies ist das Gebäude, welches die Deutschen nicht sehen. Eine Art kleine Festung die im 2. Weltkrieg als Schutz für die umliegenden Areale galt. Das Haus ist (außer im Winter natürlich) komplett mit Wein und Rankelplanzen bewachsen und das Dach ist von Gras bedeckt, sodass es für Deutsche Spioniere aus der Luft nicht zu sehen war.
Außerdem erfuhren wir, dass London die am meisten überwachte Stadt von vermutlich der ganzen Welt ist, denn von allen weltweiten Sicherheitskameras befinden sich 20% in London. Man nimmt an, dass ein Durchschnittslondoner von 300 Kameras pro Tag gefilmt wird. Wenn man, wie wir, durch Londons Innenstadt läuft, dann kann man davon ausgehen, dass wir jede einzelne Minute überwacht wurden. Das ist schon ein bisschen gruselig...
Westminster Abbey mit einer riesenlangen Schlange von wartenden Touristen. Wir gehörten diesmal nicht dazu.
Tag 3 (der 30.12.) - offiziell unser Einjähriges Jubiläum :) Der Tag begann mit der Besichtigung der St. Pauls Cathedral, zumindest von außen, verlief weiter über die Millenium Bridge, vorbei an der Tate Modern und dem Globe Theatre zum London Dungeon. Dort stellten wir uns in die unglaublich lange Schlange, doch nach etwa 1,5h Wartezeit wurden wir belohnt. Wir erwarben gleich ein Kombiticket für Madame Tussauds, das Wachsfigurenkabinett, sodass wir uns ein zweites Mal Anstehen sparen könnten. Der Dungeon war sehr vielfältig und brachte uns die Geschichte Londons näher, legte jedoch das Hauptaugenmerk dann doch auf sämtliche Gräueltaten und schreckliche Ereignesse der Zeit, also seine Brände, Folterungsarten, Mörder und Krankheiten. Die Führung endete rasant mit einem kleinen drop-down Turm. Besonders beeindruckend war auch das Spiegelkabinett in welchem wir tatsächlich ab und zu gegen Scheiben liefen, sehr zur Belustigung der anderen Touristen und nicht zu vergleichen mit den Kabinetten auf den Weihnachtsmärkten.
Dann setzten wir unseren Weg zur Tower Bridge und zum Tower of London fort bevor wir wieder ins Hostel zurückkehrten um einen kurzen Mittagsschlaf zu halten und uns fürs Theater fertig zu machen. Die Vorstellung begann halb 8 im Majesty's Theater und ich fand sie einfach genial! Ich hab den Film auch schon mehrere Male gesehen und es war alles genauso wie ich es mir erhofft hatte! Tolle Stimmen, tolle Tänzer, tolle Schauspieler - einfach super. Matze war leider nicht ganz so begeistert. Danach betrachteten wir noch den Picadilly Circus bei Nacht, durchaus ein eindrucksvolles Bild. Natürlich nicht mit dem Times Square in New York vergleichbar, aber doch beeindruckend.
Eine mysteriöse schwarze Telefonzelle. Warum sie nicht rot war haben wir leider nicht herausgefunden.
Und auch im Tower of London konnte man Schlittschuhlaufen. Das hätten sich die Könige damals wohl auch nicht träumen lassen.
Und der U-Bahneingang. Und überall bunte Lichter und Menschen. London ist wirklich grade zu Silvester eine sehr volle Stadt. Und überall Deutsche! Unfassbar.
Am 4. Tag (dem 31.12.) und damit dem letzten des Jahres, besichtigten wir Madame Tussauds wo wir glüklicherweise nur wenige Minuten anstehen mussten, da wir ja schon Tickets besaßen. Zu Beginn war es unheimlich voll und ein riesiges Gedränge und doch kleiner als wir es uns vorgestellt hatten. Allerdings waren die Themengebiete sehr vielfältig. Unter anderem gab es auch eine Art Gruselabteilung, wo man in kleineren Gruppen durch ein finsteres Kellergewölbe mit vielen Schatten und Erschreckern geschickt wurde. Unglücklicherweise waren wir ganz vorne in unserer Gruppe. Ich muss ja zugeben, dass ich ein klitzekleines Bisschen schreckhaft bin, und grade solche dunklen Räumen, wo Leute hinter alle Ecken und aus allen Fenstern hervorspringen, sind nicht grade meine Lieblingsumgebungen. Mein Herz hat so gepocht! Selbst Matze hat sich einmal erschrocken :) Zum Schluss gab mir einer der gruseligen Mitarbeiter dann aber den Rest. Es war einer von denen, die ganz normal herumlaufen und die man schon von Weitem sieht und man sich eigentlich schon innerliche auf eine Erschreckattacke vorbereiten kann, doch plötzchen drehte er sich zu mir um und kam immer näher und ich wurde immer panischer und lief rückwärts bis ich an einen schwarzen Vorhang stieß. Dann tat ich das einzig mögliche: frei nach dem Motto Was ich nicht sehe, existiert auch nicht, zog ich einfach den Vorhang vor das gruselige Gesicht und atmete auf. Ich hatte natürlich nicht damit gerechnet, dass man einen Vorhang auch wieder aufschieben konnte und mich das Gesicht plötzchen wenige Zentimeter vor dem meinen wieder angrinste. Zum Glück konnte ich entkommen, aber noch lange später war ich in einer Art Schockzustand. Das war eindeutig sehr intensiv gewesen - aber hat natürlich auch Spaß gemacht!
Nach diesen wirklich spannenden Erfahrungen und vielen Bildern mit sämtlichen berühmten Persönlichkeiten setzen wir unseren Weg mit einem kurzen Zwischenstopp in Kings Cross (um Harry Potter Fotos zu machen) zum Covent Garden fort. Das ist DER Ort für Schausteller aller Art und gleich zu Beginn wurden wir in den Bann eines Magiers gezogen, der nicht nur witzig war, sondern auch wirklich beeindruckende Tricks machte. Ich kaufte mir endlich mein lang ersehntes T-Shirt aus dem David und Goliath shop und wir liefen ein bisschen umher und speisten dann noch fein in einem Italienischen Restaurant, sehr zu empfehlen! Schließlich flanierten wir auch noch die hell erleuchtete Oxford Street hinunter um dann wieder ins Hostel zu fahren.
Leckere Pizza beim Italiener. Und der Nachtisch erst... mh.. da hätte ich mich reinlegen können. Es hieß The Godfather , also der Pate und bekommen haben wir folgendes: Nutty chocolate fudge brownies, vanilla and toffee ice cream with chocolate crunch, chocolate sauce, fresh cream and wafer curls. Auf Deutsch: einfach herrlich!
Gegen 22Uhr fuhren wir dann wieder los um unserem fehllosen und raffinierten Plan zu folgen nach Greenwich zu fahren, einen Hügel zu erklimmen und von dort aus auf London hinabzublicken und so in das neue Jahr zu starten. Als wir dann eine Stunde später vor verschlossenen Parktoren standen schätzten wir unseren Plan noch einmal neu ein und befandem, dass wir möglicherweise auch einkalkuliert hätten können, dass öffentliche Parks in der Regel 18:00Uhr schließen. Um in die Stadt zu fahren war nicht mehr genügend Zeit und somit liefen wir hinunter zur Themse, fanden einen schönen Platz auf einem kleinen Steg und waren nun doch noch zufrieden. Wir konnten über das Wasser schauen und hatten einen tollen Blick auf die Stadt. Wir waren nicht die einzigen und so gab es sogar einen Countdown-Chor, wir stießen mit Cider an (Sekt war uns dann irgendwie zu teuer gewesen) und wir bewunderten das Londoner Feuerwerk und die vielen chinesischen Leuchtlaternen die in den Himmel aufstiegen. Wirklich schön.
Letzter Tag (1.1.11) mit tollem Datum :)
Heute haben wir erstmal unsere Abfahrtsstationen für den kommenden Morgen besichtigt. Wir waren in der Baker Street, von wo aus Matze's EasyBus zum Flughafen fahren sollte und wir waren auch in der St. Pancras Station, wo mein Megabus nach Hull fahren sollte. Wie sich dann am Schalter herausstellte, ist mein Megabus ein Zug! Ich war völlig aus dem Häuschen! Das ist natürlich viel besser als erwartet. Denn von London nach Hull fährt man ja schon ein Stückchen und ich hatte mich schon gewundert wie ein einziger Bus diese Strecke in 4,5 Stunden zurücklegen soll. Jetzt ist das natürlich klar.
Wir versuchten dann das British Museum zu besichtigen, jedoch war das leider geschlossen und so fuhren wir zum Picadilly Circus um der New Year's Day Parade beizuwohnen. Es war einfach unheimlich voll und wir sind nicht lange geblieben, weil wir eh nichts gesehen haben. Aber als wir dort waren tanzten grade Cheerleader und Trommler trommelten und Musik spielte. Diese Parade scheint also ein recht großes Event zu sein, grade da dieses Jahr auch noch der 25. Geburtstag der Parade war. 10 000 Artisten aus 20 Ländern sollten auftreten und eine halbe Million Zuschauer wurden erwartet. Da haben wir vielleicht doch was verpasst...
Stattdessen sind wir dann nämlich spazieren gegangen, zum Buckingham Palace, durch einige Parks, zum Hardrock Café und schließlich zum Harrods. Wir kamen uns darin ein bisschen verloren und fehl am Platze vor, das preisliche Niveau war doch recht hoch. Also (KaDeWe)³. Dann sind wir nochmal zum Covent Garden gefahren um Souvenirs zu kaufen, doch das Wetter wurde leider schlecht und es begann das erste Mal so richtig zu regnen, sodass wir beschlossen hiemzukehren.
So sah also das British Museum aus. Leider wissen wir immer noch nicht, wie es drinnen ausschaut. Vielleicht ein andermal.
Abends waren wir dann noch im Kino und guckten uns für unverschämte 8Pfund pro person Guliver's Travels an. So dolle war der aber leider nicht. Hatte durchaus lustige Episoden, aber alles in allem kein Film den man im Kino gucken muss. Den Abend haben wir dann im Belushi's mit einem letzten Snakebite ausklingen lassen und haben unseren Londonaufenthalt so schön abgerundet.
Der Abschied erfolgte dann um 2Uhr nachts, als Matze los zum Flughafen fuhr. Es gab keine Komplikationen und er kam planmäßig am Morgen in Schönefeld an.
Ich verließ das Hostel erst halb 9 morgens und freute mich schon auf meinen Megabus-Zug. Es stellte sich heraus, dass nur dreiviertel der Strecke mit dem Zug zurückgelegt wurden und dann doch noch der richtige Megabus wartete, aber das war dann nicht mehr schlimm. 2 Stunden Zugfahrt und etwa 2,5 Stunden Busfahrt brachten mich also heil nach Hull wo ich ganz allein im großen Haus war. Es fühlt sich schon richtig wie ein kleines Zuhause an und irgendwie bin ich auch froh wieder hier zu sein. Jetzt kann ich wieder ein bisschen Zeit für mich allein genießen, die ich in den letzten Wochen nicht hatte und darf mit der Arbeit an meinen Essays beginnen - Jippie!
Eine Woche nach dem riesigen Schneechaos an den Londonder Flughäfen war der Anblick bei unserer Ankunft überraschend - kein Fleckchen war mehr mit Schnee bedeckt! Auch die Temperaturen waren sehr angenehm und deutlich über 0°C was unseren Besuch wesentlich angenehmer gestaltete.
Wir residierten in einem St. Christopher's Inn Hostel am Shepherd's Bush, eine recht zentrale Position, direkt am U-Bahnhof der Central Line und nicht weit entfernt vom (zur Zeit seiner Eröffnung) drittgrößten Kaufhaus der UK, dem Westfield. Dort verbrachten wir auch den Rest unseres ersten Tages und liefen stundenlang durch das Kaufhaus, in welchem es eine Schlittschuhbahn, ein Kino und hunderte von Geschäften gab. Es war wirklich riiiiesig! Es gab sogar tolle Routenplaner, die einem die Ladensuche erleichterten. Abends saßen wir dann in der Bar unten im Hostel, dem Belushi's, und Matze trank seinen allerersten Snakebite :) Falls ich es noch nicht erwähnt habe, das ist hier so eine Art Nationalgetränk bestehend aus Cider, Bier und Cranberry Saft.
Am 2. Tag (dem 29.12.) brachen wir zu einer Free Walking Tour durch London auf. Die gibt es mittlerweile in recht vielen Städten in Europa. Erst diesen Sommer haben Matze und ich diese Tour auch in Berlin gemacht und ich hab sie auch schon in Edinburgh mitgemacht, echt genial. Wir sind also fast 3 Stunden durch London gelaufen und ein witziger und wissensreicher Irischer Geschichts- und Literaturstudent hat uns mit Fakten und lustigen Geschichten bereichert. So sahen wir dann auch schon die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Londons. Da wir beide auch zuvor schonmal in London gewesen waren, kannten wir die ja schon ein bisschen. Anschließend aßen wir dann noch Mittag in einem Pub (und bekamen 25% Rabatt weil wir zuvor an der Tour teilgenommen hatten) und sahen uns dann am Leicester Square um. Dort wollten wir Theater Tickets kaufen um das Phantom der Oper anzusehen. Dies gelang uns glücklicherweise auch und wir kehrten zurück zum Hostel, was ja zum Glück nicht weit entfernt war. Ich hab mir dann noch neue Schuhe gekauft und wir haben abends wieder im Belushi's gesessen.
Am Buckingham Palace war grade Wachablösung. Ein riesiges Spektakel, welches alle 2 Tage stattfindet und jedes Mal tausende von Touristen anzieht. Wenn man nicht schon Stunden vorher da ist, dann sieht man genauso viel wie wir - nämlich fast nichts.
Außerdem erfuhren wir, dass London die am meisten überwachte Stadt von vermutlich der ganzen Welt ist, denn von allen weltweiten Sicherheitskameras befinden sich 20% in London. Man nimmt an, dass ein Durchschnittslondoner von 300 Kameras pro Tag gefilmt wird. Wenn man, wie wir, durch Londons Innenstadt läuft, dann kann man davon ausgehen, dass wir jede einzelne Minute überwacht wurden. Das ist schon ein bisschen gruselig...
Tag 3 (der 30.12.) - offiziell unser Einjähriges Jubiläum :) Der Tag begann mit der Besichtigung der St. Pauls Cathedral, zumindest von außen, verlief weiter über die Millenium Bridge, vorbei an der Tate Modern und dem Globe Theatre zum London Dungeon. Dort stellten wir uns in die unglaublich lange Schlange, doch nach etwa 1,5h Wartezeit wurden wir belohnt. Wir erwarben gleich ein Kombiticket für Madame Tussauds, das Wachsfigurenkabinett, sodass wir uns ein zweites Mal Anstehen sparen könnten. Der Dungeon war sehr vielfältig und brachte uns die Geschichte Londons näher, legte jedoch das Hauptaugenmerk dann doch auf sämtliche Gräueltaten und schreckliche Ereignesse der Zeit, also seine Brände, Folterungsarten, Mörder und Krankheiten. Die Führung endete rasant mit einem kleinen drop-down Turm. Besonders beeindruckend war auch das Spiegelkabinett in welchem wir tatsächlich ab und zu gegen Scheiben liefen, sehr zur Belustigung der anderen Touristen und nicht zu vergleichen mit den Kabinetten auf den Weihnachtsmärkten.
Dann setzten wir unseren Weg zur Tower Bridge und zum Tower of London fort bevor wir wieder ins Hostel zurückkehrten um einen kurzen Mittagsschlaf zu halten und uns fürs Theater fertig zu machen. Die Vorstellung begann halb 8 im Majesty's Theater und ich fand sie einfach genial! Ich hab den Film auch schon mehrere Male gesehen und es war alles genauso wie ich es mir erhofft hatte! Tolle Stimmen, tolle Tänzer, tolle Schauspieler - einfach super. Matze war leider nicht ganz so begeistert. Danach betrachteten wir noch den Picadilly Circus bei Nacht, durchaus ein eindrucksvolles Bild. Natürlich nicht mit dem Times Square in New York vergleichbar, aber doch beeindruckend.
Am 4. Tag (dem 31.12.) und damit dem letzten des Jahres, besichtigten wir Madame Tussauds wo wir glüklicherweise nur wenige Minuten anstehen mussten, da wir ja schon Tickets besaßen. Zu Beginn war es unheimlich voll und ein riesiges Gedränge und doch kleiner als wir es uns vorgestellt hatten. Allerdings waren die Themengebiete sehr vielfältig. Unter anderem gab es auch eine Art Gruselabteilung, wo man in kleineren Gruppen durch ein finsteres Kellergewölbe mit vielen Schatten und Erschreckern geschickt wurde. Unglücklicherweise waren wir ganz vorne in unserer Gruppe. Ich muss ja zugeben, dass ich ein klitzekleines Bisschen schreckhaft bin, und grade solche dunklen Räumen, wo Leute hinter alle Ecken und aus allen Fenstern hervorspringen, sind nicht grade meine Lieblingsumgebungen. Mein Herz hat so gepocht! Selbst Matze hat sich einmal erschrocken :) Zum Schluss gab mir einer der gruseligen Mitarbeiter dann aber den Rest. Es war einer von denen, die ganz normal herumlaufen und die man schon von Weitem sieht und man sich eigentlich schon innerliche auf eine Erschreckattacke vorbereiten kann, doch plötzchen drehte er sich zu mir um und kam immer näher und ich wurde immer panischer und lief rückwärts bis ich an einen schwarzen Vorhang stieß. Dann tat ich das einzig mögliche: frei nach dem Motto Was ich nicht sehe, existiert auch nicht, zog ich einfach den Vorhang vor das gruselige Gesicht und atmete auf. Ich hatte natürlich nicht damit gerechnet, dass man einen Vorhang auch wieder aufschieben konnte und mich das Gesicht plötzchen wenige Zentimeter vor dem meinen wieder angrinste. Zum Glück konnte ich entkommen, aber noch lange später war ich in einer Art Schockzustand. Das war eindeutig sehr intensiv gewesen - aber hat natürlich auch Spaß gemacht!
Nach diesen wirklich spannenden Erfahrungen und vielen Bildern mit sämtlichen berühmten Persönlichkeiten setzen wir unseren Weg mit einem kurzen Zwischenstopp in Kings Cross (um Harry Potter Fotos zu machen) zum Covent Garden fort. Das ist DER Ort für Schausteller aller Art und gleich zu Beginn wurden wir in den Bann eines Magiers gezogen, der nicht nur witzig war, sondern auch wirklich beeindruckende Tricks machte. Ich kaufte mir endlich mein lang ersehntes T-Shirt aus dem David und Goliath shop und wir liefen ein bisschen umher und speisten dann noch fein in einem Italienischen Restaurant, sehr zu empfehlen! Schließlich flanierten wir auch noch die hell erleuchtete Oxford Street hinunter um dann wieder ins Hostel zu fahren.
Gegen 22Uhr fuhren wir dann wieder los um unserem fehllosen und raffinierten Plan zu folgen nach Greenwich zu fahren, einen Hügel zu erklimmen und von dort aus auf London hinabzublicken und so in das neue Jahr zu starten. Als wir dann eine Stunde später vor verschlossenen Parktoren standen schätzten wir unseren Plan noch einmal neu ein und befandem, dass wir möglicherweise auch einkalkuliert hätten können, dass öffentliche Parks in der Regel 18:00Uhr schließen. Um in die Stadt zu fahren war nicht mehr genügend Zeit und somit liefen wir hinunter zur Themse, fanden einen schönen Platz auf einem kleinen Steg und waren nun doch noch zufrieden. Wir konnten über das Wasser schauen und hatten einen tollen Blick auf die Stadt. Wir waren nicht die einzigen und so gab es sogar einen Countdown-Chor, wir stießen mit Cider an (Sekt war uns dann irgendwie zu teuer gewesen) und wir bewunderten das Londoner Feuerwerk und die vielen chinesischen Leuchtlaternen die in den Himmel aufstiegen. Wirklich schön.
Letzter Tag (1.1.11) mit tollem Datum :)
Heute haben wir erstmal unsere Abfahrtsstationen für den kommenden Morgen besichtigt. Wir waren in der Baker Street, von wo aus Matze's EasyBus zum Flughafen fahren sollte und wir waren auch in der St. Pancras Station, wo mein Megabus nach Hull fahren sollte. Wie sich dann am Schalter herausstellte, ist mein Megabus ein Zug! Ich war völlig aus dem Häuschen! Das ist natürlich viel besser als erwartet. Denn von London nach Hull fährt man ja schon ein Stückchen und ich hatte mich schon gewundert wie ein einziger Bus diese Strecke in 4,5 Stunden zurücklegen soll. Jetzt ist das natürlich klar.
Wir versuchten dann das British Museum zu besichtigen, jedoch war das leider geschlossen und so fuhren wir zum Picadilly Circus um der New Year's Day Parade beizuwohnen. Es war einfach unheimlich voll und wir sind nicht lange geblieben, weil wir eh nichts gesehen haben. Aber als wir dort waren tanzten grade Cheerleader und Trommler trommelten und Musik spielte. Diese Parade scheint also ein recht großes Event zu sein, grade da dieses Jahr auch noch der 25. Geburtstag der Parade war. 10 000 Artisten aus 20 Ländern sollten auftreten und eine halbe Million Zuschauer wurden erwartet. Da haben wir vielleicht doch was verpasst...
Stattdessen sind wir dann nämlich spazieren gegangen, zum Buckingham Palace, durch einige Parks, zum Hardrock Café und schließlich zum Harrods. Wir kamen uns darin ein bisschen verloren und fehl am Platze vor, das preisliche Niveau war doch recht hoch. Also (KaDeWe)³. Dann sind wir nochmal zum Covent Garden gefahren um Souvenirs zu kaufen, doch das Wetter wurde leider schlecht und es begann das erste Mal so richtig zu regnen, sodass wir beschlossen hiemzukehren.
Abends waren wir dann noch im Kino und guckten uns für unverschämte 8Pfund pro person Guliver's Travels an. So dolle war der aber leider nicht. Hatte durchaus lustige Episoden, aber alles in allem kein Film den man im Kino gucken muss. Den Abend haben wir dann im Belushi's mit einem letzten Snakebite ausklingen lassen und haben unseren Londonaufenthalt so schön abgerundet.
Der Abschied erfolgte dann um 2Uhr nachts, als Matze los zum Flughafen fuhr. Es gab keine Komplikationen und er kam planmäßig am Morgen in Schönefeld an.
Ich verließ das Hostel erst halb 9 morgens und freute mich schon auf meinen Megabus-Zug. Es stellte sich heraus, dass nur dreiviertel der Strecke mit dem Zug zurückgelegt wurden und dann doch noch der richtige Megabus wartete, aber das war dann nicht mehr schlimm. 2 Stunden Zugfahrt und etwa 2,5 Stunden Busfahrt brachten mich also heil nach Hull wo ich ganz allein im großen Haus war. Es fühlt sich schon richtig wie ein kleines Zuhause an und irgendwie bin ich auch froh wieder hier zu sein. Jetzt kann ich wieder ein bisschen Zeit für mich allein genießen, die ich in den letzten Wochen nicht hatte und darf mit der Arbeit an meinen Essays beginnen - Jippie!
Schnee also...
Zunächst einmal: fröhliche Weihnachten und ein gesundes neues Jahr 2011!
Ich werd jetzt erstmal aufholen, was noch im letzten Jahr geschah. Ihr dürft euch freuen einige aufregende Minuten meines Lebens mit- und nacherleben zu können!
Ich beginne mit meiner letzten Hull Woche.
Mein Paprikahühnchen war übrigens sehr lecker (fanden die anderen übrigens auch) und wir haben den Abend dann auf einer Hausparty ausklingen lassen. Generel mussten wir die letzte Woche nochmal ausgiebig nutzen um uns alle zusehen, Dinge zu erleben und ins Asylum zu gehen, denn den gesamten Januar hat unser Uni-Club geschlossen. Genau zu der Zeit wo man eh Zeit hat... das soll mal einer verstehen.
Am Mittwoch waren wir dann auch nochmal dort zur Weihnachtsfeier nachdem wir Marton aus Ungarn im Pub "Gardeners Arms" verabschiedet hatten. War allerdings nicht so mein Abend, alldieweil so einiges schief lief. Erst hab ich mir im Pub ein volles Pint mit Cider über Hose und T-Shirt gekippt, musste dann also erstmal allein nach Hause laufen um mich umzuziehen. Und als wir dann später zum Asylum gelaufen sind war ich natürlich die einzige, die ihren Studentenausweise zuhause hat liegen lassen - super! Durfte ich also nochmal ganz alleine zurücklaufen -.- Da spielte ich schon mit dem Gedanken zuhause zu bleiben, aber der Abend wurde dann doch noch schön.
Am Donnerstag war Lauras letzter Abend hier in Hull vorerst und den haben wir dann zusammen verbracht, gequatscht und den Film Julie und Julia geschaut. Der war ganz nett.
Den Tag darauf haben wir abends dann noch ein allerletztes Mal im Asylum verbracht. Zu der Zeit herrschte schon so einiges an Chaos an den Flughäfen und der eine oder andere fuhr morgens los um nach Hause zu fliegen uns kam abends wieder, weil alle Flüge für den Tag abgesagt wurden. Aber natürlich waren wir dagebliebenen noch alle guten Mutes, dass uns so etwas niemals passieren würde.
Den Samstag haben wir dann noch einmal zusammen verbracht. Zu Mittag haben wir bei David Nudeln in Scampisoße gegessen und abends waren wir dann bei Lea und es gab Fajitas und Crepes mit Eis und Nutella :) Sehr lecker. Wir waren dann nur noch eine kleine Runde von etwa
10 Leuten.
Der Abschied von einigen viel gar nicht so leicht, vor allem nicht wenn man sich fast sicher sein kann, dass man sie möglicherweise nie wieder sieht. Kaitlyn und Glenn aus meinem Haus sind gefahren und auch Callie ist nun wieder in den USA. Nikolas ist auch am Donnerstag gefahren und plötzlich war das Haus ganz schön leer... Nur noch ich und Steve, den ich aber sowieso kaum sehe.
Nun kam er auch, der Tag meiner Abreise.
Ich stand kurz nach 7 auf, packte noch den Rest meines Koffers und machte alles abfahrbereit. Dann lief ich im Schneegeriesel zu David, wo kurz darauf auch Alex eintraf zusammen mit unserem Taxi.
8:20Uhr fuhren wir dann los Richtung Bahnhof. Wir wollten alle drei von Manchester aus fliegen und hatten den gleichen Zug gebucht. Zuerst sollte Alex über Zürich fliegen, dann David nach Stuttgart und schließlich sollte ich um 15:35Uhr über Köln nach Berlin abfliegen.
Entgegen meiner Erwartungen waren alle Züge nach Manchester pünktlich und wir waren viel zu früh am Flughafen. So vertrieben wir uns dort die Zeit bis Alex schließlich losflug. Nach noch einer Wartestunde war es auch für David Zeit und ich war alleine auf dem Flughafen. Hinter dem Check-In Bereich war es schon warm, es gab viele Sitze, viele Menschen und viele Läden. Ich wartete geduldig, wurde jedoch langsam unruhiger und unruhiger, als bei meinem Flug immer noch "Wait 50 Minutes" stand, als es schon um 3 war. Irgendwas ging also nicht mit rechten Dingen zu. Auf meiner verzweifeten Suche nach einem Sitzplatz mit gutem Blick auf die Monitore kam ich mit meiner Sitznachbarin ins Gespräch, die auch schon vor mir eingecheckt hatte. Sie kannte mich, ein kurzer Moment der peinlichen Berührung verstrich und wir stellten fest, dass wir uns schonmal auf irgendeiner Party in Hull getroffen haben müssen. Es war Corinna und sie ist ebenfalls Erasmus-Studentin in Hull. Uns gegenüber entdeckte ich dann plötzlich Mandy und Anne, auch aus Hull. Wir wollten alle mit dem gleichen Flieger los, die anderen nur bis Köln, aber ich ja noch weiter. Aber so bildeten wir zumindest schonmal eine kleine Gruppe. Zu uns stießen dann später auch noch Florian and Christian, zwei Deutsche die beide in Manchester studieren.
Mit dieser 6-er Gruppe sollte ich noch die eine oder andere Stunde am Flughafen verbringen.
Informationen wurden spärlich bzw. gar nicht an uns weitergeleitet und nur durch die regelmäßigen Telefonate aller mit sämtlichen Verwandten und Bekannten informierte uns darüber, dass zunächst mein Anschlussflug von Köln nach Berlin angesagt wurde. Aufgrund eines Schneesturmes in Köln wurde dann schließlich auch der Flug Manchester-Köln gecancelled. Das Problem an der Sache war nur, dass wir davon nichts wussten. Dies waren alles Informationen die auf sämtlichen Flughafenwebsites standen, im Flughafen selbst verschwand der Flug simplerweise von allen Anzeigetafeln so nach dem Motto: Diesen Flug hat es nie gegeben.
Aufgebrachte Mengen sammelten sich am Infoschalter, doch dort wollte niemand zuständig sein. Germanwings hat keinen eigenen Posten am Manchesterflughafen. Nach weiterer Warterei kam dann eine Germanwings-Mitarbeiterin und versuche die Massen zu beruhigen. Der Flug sei gestrichen, ja. Wir bekämen unser Gepäck gleich zurück. Dann verteilte sie noch Flyer, auf denen wir hofften Gutscheine für Verpflegung und Unterkunft oder Ähnliches zu finden. Tatsache war dann jedoch, dass die Kölner Adresse von Germanwings samt Telefonnummer darauf vermerkt war. Super. Wie hilfreich.
Schließlich bekamen wir tatsächlich unser Gepäck zurück. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir sämtliche Stimmungslagen durchlebt von: wir werden Weihnachten wohl hier auf dem Flughafen verbringen bis zu wir mieten uns ein Auto uns fahren mit der Fähre oder durch den Eurotunnel. Natürlich beides absurd, aber man fühlt sich so alleingelassen und hilflos. Zum Glück war ich nicht allein!
Da es uns nicht möglich war am selben Tag noch einen weiteren Flug vor Ort zu bekommen und die nette Dame uns mitteilte, dass sämtliche Germanwings-Flüge für die Weihnachtswoche ausgebucht wären, mussten wir einen Alternativplan finden. Zum Glück war Florian so freundlich und bot uns Mädels an bei ihm im Studentenhaus zu nächtigen. Wie sich herausstellte funktionierte aber die Heizung nicht, was nur noch das Chaos vollendete.
Bei ihm angekommen suchten wir nach neuen Flügen innerhalb der nächsten Tage, was sich glücklicherweise noch als machbar erwies. Die anderen 4 wollten schon am nächsten Morgen von
Leeds aus nach Düsseldorf Weeze fliegen. Den besten und preiswertesten Flug den ich auf die Schnelle mit Matze's tatkräftiger Unterstützung finden konnten flog aber erst am Dienstag von Liverpool aus, diesmal aber direkt nach Berlin mit EasyJet.
Gesagt, gebucht, gefahren. Gegen eins endlich eingeschlafen, kurz vor 6 wieder aufgestanden um nach Manchester Picadilly zu fahren, die anderen mussten ja ihren Zug bekommen. Wir verabschiedeten uns dort, wünschten uns viel Erfolg für die Reise und ich war wieder alleine.
Halb 9 fuhr mein Zug nach Liverpool und dann stand ich da, bei gefühlten -20°C und tatsächlichen -4 bis -6°C. Mein Gepäck ließ ich im Bahnhof und machte mich dann auf die Liverpoolaner Erkundungstour mit regelmäßigen Pausen in warmen Cafés, Museen oder anderen öffentlichen Orten, hauptsache nicht ganz so kalt. Ich hatte zwar keine Ahnung, was es in Liverpool so zu sehen gibt, außer den Empfehlungen die mir mein Sitznachbar (ein alter Opi) im Zug gegeben hatte und meinen Cluberfahrungen von "Hull invades Liverpool", aber glücklicherweise gibt es in Liverpool viele Hinweisschilder die einen an allen möglichen Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbeiführen. Leider gab der Akku meines Fotoapparates nach kurzer Zeit auf, sodass nicht soo viele Bilder entstanden sind. Oben links ist übrigens das John Lennon Peace Monument. Hier sind noch ein paar weitere Eindrücke von Liverpool:
Einer der hilfreichen Wegweiser in der Stadt die mir bei der Erkundung geholfen haben.
Am Albert Dock mit dem Blick auf das Royal Liver Building in der Mitte und links auf ein großes schwarzes Gebäude dessen Namen und Funktion ich momentan nicht weiß...
Die Liverpool Cathedral - sehr beeindruckend und riesig auf einem Hügel der die Stadt überblickt, mit freiem Eintritt übrigens.

Den Rest der Nacht verbrachte ich dann eingehüllt in eine dünne Decke die uns vom Flughafenpersonal gestellt wurden auf 2 Stühlen und frierend. Es wollte einfach nicht wärmer werden. Da jegliche Bewegung darin resultiert hätte, dass irgendein Körperteil womöglich kalter Luft ausgesetzt wäre, saß ich die folgenden Stunden so still wie möglich da und guckte. Einfach gradeaus. Realtiv uninteressant muss ich sagen. Und die Minuten verstrichen wie Stunden. Zwischendurch schlief ich kurz für eineinhalb Stunden ein, doch den Rest der Zeit bis um 5Uhr morgens saß ich einfach da und wartete.
Nach 10 Stunden Wartezeit konnte ich endlich einchecken, mich im Dutyfree-Bereich ein bisschen aufwärmen und in mein pünktliches Flugzeug einsteigen.
Und endlich, die Anzeigetafel zeigt für meinen Flug um 7:10Uhr, dass ich zum Gate 65 gehen soll. Diesmal hats tatsächlich geklappt!
Noch bevor mit den Sicherheitsansagen begonnen wurde schlief ich schon und wachte erst auf, als wir wieder landeten. Endlich zuhause. Ich war komplett übermüdet, fertig, kalt und überglücklich! Matze holte mich vom Flughafen ab und brachte mich nach Hause.
Endlich geschafft. Und noch vor Weihnachten! Ein Glück.
Ich werd jetzt erstmal aufholen, was noch im letzten Jahr geschah. Ihr dürft euch freuen einige aufregende Minuten meines Lebens mit- und nacherleben zu können!
Ich beginne mit meiner letzten Hull Woche.Mein Paprikahühnchen war übrigens sehr lecker (fanden die anderen übrigens auch) und wir haben den Abend dann auf einer Hausparty ausklingen lassen. Generel mussten wir die letzte Woche nochmal ausgiebig nutzen um uns alle zusehen, Dinge zu erleben und ins Asylum zu gehen, denn den gesamten Januar hat unser Uni-Club geschlossen. Genau zu der Zeit wo man eh Zeit hat... das soll mal einer verstehen.
Am Donnerstag war Lauras letzter Abend hier in Hull vorerst und den haben wir dann zusammen verbracht, gequatscht und den Film Julie und Julia geschaut. Der war ganz nett.
Den Tag darauf haben wir abends dann noch ein allerletztes Mal im Asylum verbracht. Zu der Zeit herrschte schon so einiges an Chaos an den Flughäfen und der eine oder andere fuhr morgens los um nach Hause zu fliegen uns kam abends wieder, weil alle Flüge für den Tag abgesagt wurden. Aber natürlich waren wir dagebliebenen noch alle guten Mutes, dass uns so etwas niemals passieren würde.
Den Samstag haben wir dann noch einmal zusammen verbracht. Zu Mittag haben wir bei David Nudeln in Scampisoße gegessen und abends waren wir dann bei Lea und es gab Fajitas und Crepes mit Eis und Nutella :) Sehr lecker. Wir waren dann nur noch eine kleine Runde von etwa
10 Leuten.
Der Abschied von einigen viel gar nicht so leicht, vor allem nicht wenn man sich fast sicher sein kann, dass man sie möglicherweise nie wieder sieht. Kaitlyn und Glenn aus meinem Haus sind gefahren und auch Callie ist nun wieder in den USA. Nikolas ist auch am Donnerstag gefahren und plötzlich war das Haus ganz schön leer... Nur noch ich und Steve, den ich aber sowieso kaum sehe.
Nun kam er auch, der Tag meiner Abreise.
Ich stand kurz nach 7 auf, packte noch den Rest meines Koffers und machte alles abfahrbereit. Dann lief ich im Schneegeriesel zu David, wo kurz darauf auch Alex eintraf zusammen mit unserem Taxi.
8:20Uhr fuhren wir dann los Richtung Bahnhof. Wir wollten alle drei von Manchester aus fliegen und hatten den gleichen Zug gebucht. Zuerst sollte Alex über Zürich fliegen, dann David nach Stuttgart und schließlich sollte ich um 15:35Uhr über Köln nach Berlin abfliegen.
Entgegen meiner Erwartungen waren alle Züge nach Manchester pünktlich und wir waren viel zu früh am Flughafen. So vertrieben wir uns dort die Zeit bis Alex schließlich losflug. Nach noch einer Wartestunde war es auch für David Zeit und ich war alleine auf dem Flughafen. Hinter dem Check-In Bereich war es schon warm, es gab viele Sitze, viele Menschen und viele Läden. Ich wartete geduldig, wurde jedoch langsam unruhiger und unruhiger, als bei meinem Flug immer noch "Wait 50 Minutes" stand, als es schon um 3 war. Irgendwas ging also nicht mit rechten Dingen zu. Auf meiner verzweifeten Suche nach einem Sitzplatz mit gutem Blick auf die Monitore kam ich mit meiner Sitznachbarin ins Gespräch, die auch schon vor mir eingecheckt hatte. Sie kannte mich, ein kurzer Moment der peinlichen Berührung verstrich und wir stellten fest, dass wir uns schonmal auf irgendeiner Party in Hull getroffen haben müssen. Es war Corinna und sie ist ebenfalls Erasmus-Studentin in Hull. Uns gegenüber entdeckte ich dann plötzlich Mandy und Anne, auch aus Hull. Wir wollten alle mit dem gleichen Flieger los, die anderen nur bis Köln, aber ich ja noch weiter. Aber so bildeten wir zumindest schonmal eine kleine Gruppe. Zu uns stießen dann später auch noch Florian and Christian, zwei Deutsche die beide in Manchester studieren.
Mit dieser 6-er Gruppe sollte ich noch die eine oder andere Stunde am Flughafen verbringen.
Informationen wurden spärlich bzw. gar nicht an uns weitergeleitet und nur durch die regelmäßigen Telefonate aller mit sämtlichen Verwandten und Bekannten informierte uns darüber, dass zunächst mein Anschlussflug von Köln nach Berlin angesagt wurde. Aufgrund eines Schneesturmes in Köln wurde dann schließlich auch der Flug Manchester-Köln gecancelled. Das Problem an der Sache war nur, dass wir davon nichts wussten. Dies waren alles Informationen die auf sämtlichen Flughafenwebsites standen, im Flughafen selbst verschwand der Flug simplerweise von allen Anzeigetafeln so nach dem Motto: Diesen Flug hat es nie gegeben.
Aufgebrachte Mengen sammelten sich am Infoschalter, doch dort wollte niemand zuständig sein. Germanwings hat keinen eigenen Posten am Manchesterflughafen. Nach weiterer Warterei kam dann eine Germanwings-Mitarbeiterin und versuche die Massen zu beruhigen. Der Flug sei gestrichen, ja. Wir bekämen unser Gepäck gleich zurück. Dann verteilte sie noch Flyer, auf denen wir hofften Gutscheine für Verpflegung und Unterkunft oder Ähnliches zu finden. Tatsache war dann jedoch, dass die Kölner Adresse von Germanwings samt Telefonnummer darauf vermerkt war. Super. Wie hilfreich.
Schließlich bekamen wir tatsächlich unser Gepäck zurück. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir sämtliche Stimmungslagen durchlebt von: wir werden Weihnachten wohl hier auf dem Flughafen verbringen bis zu wir mieten uns ein Auto uns fahren mit der Fähre oder durch den Eurotunnel. Natürlich beides absurd, aber man fühlt sich so alleingelassen und hilflos. Zum Glück war ich nicht allein!
Da es uns nicht möglich war am selben Tag noch einen weiteren Flug vor Ort zu bekommen und die nette Dame uns mitteilte, dass sämtliche Germanwings-Flüge für die Weihnachtswoche ausgebucht wären, mussten wir einen Alternativplan finden. Zum Glück war Florian so freundlich und bot uns Mädels an bei ihm im Studentenhaus zu nächtigen. Wie sich herausstellte funktionierte aber die Heizung nicht, was nur noch das Chaos vollendete.
Bei ihm angekommen suchten wir nach neuen Flügen innerhalb der nächsten Tage, was sich glücklicherweise noch als machbar erwies. Die anderen 4 wollten schon am nächsten Morgen von
Gesagt, gebucht, gefahren. Gegen eins endlich eingeschlafen, kurz vor 6 wieder aufgestanden um nach Manchester Picadilly zu fahren, die anderen mussten ja ihren Zug bekommen. Wir verabschiedeten uns dort, wünschten uns viel Erfolg für die Reise und ich war wieder alleine.
Halb 9 fuhr mein Zug nach Liverpool und dann stand ich da, bei gefühlten -20°C und tatsächlichen -4 bis -6°C. Mein Gepäck ließ ich im Bahnhof und machte mich dann auf die Liverpoolaner Erkundungstour mit regelmäßigen Pausen in warmen Cafés, Museen oder anderen öffentlichen Orten, hauptsache nicht ganz so kalt. Ich hatte zwar keine Ahnung, was es in Liverpool so zu sehen gibt, außer den Empfehlungen die mir mein Sitznachbar (ein alter Opi) im Zug gegeben hatte und meinen Cluberfahrungen von "Hull invades Liverpool", aber glücklicherweise gibt es in Liverpool viele Hinweisschilder die einen an allen möglichen Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbeiführen. Leider gab der Akku meines Fotoapparates nach kurzer Zeit auf, sodass nicht soo viele Bilder entstanden sind. Oben links ist übrigens das John Lennon Peace Monument. Hier sind noch ein paar weitere Eindrücke von Liverpool:
Das Museum of Art mit hübschen Bildern durch alle Zeitepochen und Stile.
Irgendwann fand ich auch in der Stadt, nach endlosen Spaziergängen über den Weihnachtsmarkt, keinen Platz zum bleiben. Alle Pubs waren nur von alten Männern bevölkert, sodass ich mich dort nicht als einziges Mädchen hinzugesellen wollte und deshalb beschloss ich zum Flughafen zu fahren. Leider ging alles viel schneller als erwartet und so war ich schon kurz nach 19Uhr dort. Zu meiner großen Freude gab es gleich mehrere Flughafenhotels, doch das eine war komplett ausgebucht und das andere kostete über 60Pfund für die Nacht, sodass ich es mir dann doch auf dem Flughafen "bequem" machte. Es war unheimlich kalt, keine Heizungen schienen an zu sein und viele Stühle gab es auch nicht. Die Zeit wollte einfach nicht vergehen. Zu Beginn konnte ich wenigstens noch ein bisschen Fernsehen gucken in der Ecke in der ich saß. So wurden mir viele Bilder von eingeschneiten Flughäfen und Schneechaos gezeigt, die meine Laune nicht grade verbesserten... Zwischenzeitlich sprach ich auch mit einem Polen, dessen Flug mehrere Stunden verspätung hatte, und kurz nach Mitternacht musste ich meinen Platz verlassen weil dieses Sitzareal zu einer Art offener Bar gehörte, die nun schloss.Den Rest der Nacht verbrachte ich dann eingehüllt in eine dünne Decke die uns vom Flughafenpersonal gestellt wurden auf 2 Stühlen und frierend. Es wollte einfach nicht wärmer werden. Da jegliche Bewegung darin resultiert hätte, dass irgendein Körperteil womöglich kalter Luft ausgesetzt wäre, saß ich die folgenden Stunden so still wie möglich da und guckte. Einfach gradeaus. Realtiv uninteressant muss ich sagen. Und die Minuten verstrichen wie Stunden. Zwischendurch schlief ich kurz für eineinhalb Stunden ein, doch den Rest der Zeit bis um 5Uhr morgens saß ich einfach da und wartete.
Nach 10 Stunden Wartezeit konnte ich endlich einchecken, mich im Dutyfree-Bereich ein bisschen aufwärmen und in mein pünktliches Flugzeug einsteigen.
Und endlich, die Anzeigetafel zeigt für meinen Flug um 7:10Uhr, dass ich zum Gate 65 gehen soll. Diesmal hats tatsächlich geklappt!
Noch bevor mit den Sicherheitsansagen begonnen wurde schlief ich schon und wachte erst auf, als wir wieder landeten. Endlich zuhause. Ich war komplett übermüdet, fertig, kalt und überglücklich! Matze holte mich vom Flughafen ab und brachte mich nach Hause.
Endlich geschafft. Und noch vor Weihnachten! Ein Glück.
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