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Mittwoch, 24. November 2010

Dublin - einmal hin und zurück

Hallo wieder mal aus dem Winterwonderland!
Hier einmal der Blick zunächst aus der Haustür (anhand des Autos kann man ganz gut erkennen, wie viel Schnee hier liegt). Und dann einmal der Blick die Straße hinunter:



Fangen wir mal bei den Dingen an, die mich in letzter Zeit am meisten beschäftigt haben:
Jaja, diese Essays. Sind schon nette Dinger. Machen viel Spaß. Beanspruchen kaum Zeit. Einfach wundervoll! Aber jetzt ist der glorreiche Moment gekommen in dem ich vorerst ALLE meine Essays geschrieben und abgegeben habe :) Yippieee! Wurde ja auch Zeit. Im Januar kommen dann nochmal drei Stück. Ich blicke voller Freude und Zuversicht in diese nahe Zukunft, wie ihr euch vorstellen könnt.
Allerdings war das mit den Essays auch nicht immer ganz so leicht. Für mein letztes in Crime Fiction habe ich vorsichtshalber mit der Tutorin geredet bevor ich schon die Hälfte geschrieben hatte. Zu Beginn war sie etwas zurückhaltend, was meine Ideen anging, doch mit der Zeit fand sie immer mehr gefallen daran, bis sie mich zum Schluss glücklich verabschiedete und schon dem Tag entgegensann an dem sie endlich mein Essay lesen dürfte.
3 Tage später habe ich sie dann nochmal (wie abgesprochen) konsultiert um einen etwas genaueren Plan vorzulegen und zu besprechen. Das erste Problem war, dass sie sich nicht erinnerte, dass wir schonmal gesprochen hatten. Das zweite Problem trat auf, als sie meinen Ausführungen lauschte und so ganz und gar nicht begeistert war. Ich war ein bisschen enttäuscht. Sie sei gespannt, was ich aus dem Thema mache, sagte sie als wir uns trennten. Das klang weniger euphorisch als nur drei Tage zuvor. Aber was soll man machen.
Ich bin nicht wirklich zufrieden mit meinem Essay, vielleicht hatte sie doch recht, so toll ist das alles gar nicht - aber abwarten und Tee trinken.

Das letzte Mal ist ja schon wieder ein bisschen her... am 19.11. war das. Es folgten ein paar Filmabende und Geburtstagsfeiern sowie bandpractises, doch das vorerst spannendste war die Ankunft unseres letzten Mitbewohners.
Wir sind jetzt endlich vollzählig. Steve aus Irland hat sich zu uns gesellt, ein 28-jähriger Medizinstudent, der hier so eine Art 2-monatiges Praktikum absolviert. Sehr toller Akzent und sehr netter Mensch. Er hat sogar 2 Tassen, ein Radio und einen Reiskocher mitgebracht - wir sind nun also bestens ausgerüstet. Aber mit 5 Leuten ist es schon schwieriger den ganzen Haushalt zu kontrollieren. Vor allem die Küche leidet sehr. Es wär am besten, wenn die Putzfrau 2 Mal wöchentlich kommen könnte. (Ich höre sie grade kommen - heute ist nämlich Mittwoch, also Putztag). Außerdem sind unsere 5 Teller (3 große und 2 kleine) einfach nicht genug, wenn 5 Leute zur gleichen Zeit essen wollen. Oder gar kochen. Man ist eigentlich immerzu am abwaschen. Aber da sind wir ja selbst schuld, hätten ja mehr Geschirr kaufen können.

Aber DAS Highlight der letzten Zeit war natürlich mein Ausflug nach Dublin, wie ihr euch vorstellen könnt. Deshalb werde ich jetzt einen relativ großen Teil dieser Reise widmen.

Der Abreisetag
Den hatte ich mir ziemlich stresisg vorgestellt. Morgens Uni, Essay abgeben, dann Schule, Mittagessen, packen und schließlich Training und abfahrt. Aber nun jaaa... letzten Endes wars gar nich soooo stressig. Uni hab ich (ausversehen) verschlafen und Fußballtraining fiel wegen Schneefall aus. Fand ich ganz gut ;)
19.00Uhr sind dann die beiden Busse von der Uni aus losgefahren, richtung Wasser. Nach etwa 5 Stunden waren wir dann auch schon in Holyhead, unserem Fährhafen - mehr als eine Stunde früher als erwartet. Da hieß also warten. 80 müde Studenten in einer immer kälter werdenden Wartehalle. Ein Traum. Drei Stunden später legte die Fähre mit uns an Bord endlich ab und begann ihre 3stündige Überfahrt nach Dublin. Sofort wurden alle Sitze belegt und wir schliefen in den unmöglichsten Positionen, bis auf Kajetan der es sich zur Aufgabe gemacht hatte als betrunkener Alleinunterhalter das Schiff zu terrorisieren. Mehr schlafwandelnd als gehend stolperten wir in den Bus (der zum Glück schon bereit stand) und wurden zum Hostel kutschiert (etwa eine halbe Stunde Fahrt). Gegen halb 7 morgens saßen wir also in der Vorhalle des Hostels und warteten darauf, dass man unsere Namen aufrief und wir Zimmer zugeteilt bekamen. Zum Glück durften wir überhaupt schon ins Hostel rein. Dann haben wir erstmal geschlafen :) Bis um 11 zumindest und auf gings zum ersten Tag in Dublin!!

Erster Dublintag oder der betrügerische Inder
Die Erkundungstour begann. Meine kleine Gruppe bestand aus Laura, Yannick, Alex, Callie, Nicolas und Marton. Kajetan war noch nicht wieder ganz nüchtern und hatte zudem am vorherigen Abend sein Portmonee mit allem drum und dran verloren und stieß dann später zu uns. Wir liefen durch eine wunderschöne Innenstadt auf der Suche nach einem Frühstücksort und fanden schließlich einen netten Pub, wo wir zum ersten Mal Bekanntschaft mit Irish Coffee machten. Das ist quasi Kaffee mit ziemlich viel Whiskey. Aber da ich keinen Kaffee mag fiel diese Erfahrung für mich aus. Wir besuchten die Burg mit Führung, sahen allerlei Gebäude, doch alles eigentlich mit dem Hauptziel - der Guinness Fabrik. Sehr imposant. Wir verbrachten mehrere Stunden drinnen und warn begeistert. Als wir zum Schluss im 7. Stock (der Gravity Bar) angekommen waren, genossen wir einen wunderschönen 360° Blick über die erleuchtete Stadt und nippten an unserem kostenlosen Guinness.
Auf dem Rückweg beschlossen wir etwas zu essen, was sich natürlich nicht als ganz so leicht herausgestellt hat, da wir uns nicht entscheiden konnten. Wir endeten also bei einem kleinen Inder in einer der Nebenstraßen. Das Restaurant war leer und ich hatte schon ein bisschen Angst, was für Essen wir serviert bekommen würden, doch es stellte sich heraus, dass alles sehr gut war. Kurz nach uns traf eine 10köpfige Österreicherische Reisegruppe ein, dann noch 5 deutsche Mädels - Laura und ich fühlten uns also auf der Sprachebene heimisch. Doch jaja, der Inder wollte uns unsere Vorspeise partout nicht bringen. Erst nach einigen Hinweisen lieferte er, was wir bestellt hatten.
Am Abend trafen wir uns mit den anderen Gruppen im Hostel im geräumigen Keller und beschlossen Trinkspiele zu spielen. Klappte nicht wirklich, war auch nicht schlimm. Stattdessen saßen wir beisammen und unterhielten uns :) Dann kam jedoch der große Ruck: wir müssen jetzt alle in einen Club gehen! mh.. toll. Es war doch grade so gemütlich. Aber allein zuhause bleiben ist auch doof. So zogen wir mit 20 Leuten nochmals los, irrten fast 2 Stunden durch die Stadt, besuchten mal hier einen kleinen Pub, mal hier einen größeren, aber entschieden uns dann letzten Endes wieder zum Hostel heimzukehren :) Eine gute Entscheidung und ein sehr unterhaltsamer Abend. Gegen 3 schlief ich dann im eiskalten Hostelzimmer.

Zweiter Dublintag oder Dublin versinkt im Schnee
Heute war das Hauptziel die Whiskey-Distillerie, aber da will man ja nicht gleich nach dem Frühstück hin (was übrigens nur bis halb 10 da war). Unsere Ausflugsgruppe war glaub ich die gleiche wie am Vortag. Zu erst besuchten wir die Polizei, damit Kajetan eine Anzeige erstatten konnte und weiter gings dann zum Trinty College bei Schnee und Sonne. Da würd ich ja auch mal gerne studieren ;) Weiter gings zum National Museum (nach einer heißen Schokolade natürlich). Vor dem Museum hatten sich bestimmt 7 Gruppen a 4 Polizisten versammelt. Mh, vielleicht ein wichtiger Staatsgast, dachten wir. Oder vielleicht müssen die Bücher in der anliegenden Bibliothek beschützt werden, man weiß ja nie. Bücher à la Harry Potter sind ja manchmal gefährlich. Aber wir wurden eines besseren belehrt. Wir fragten eine Polizistin und diese erleuchtete uns - ein Protest solle stattfinden. Wogegen denn, fragten wir. Tja, das wissen wir auch nicht. Toll! Na ja, später sind wir dann noch in die Ausläufer des Protestes geraten. Er war gegen weitere Geldkürzungen.
Das National Museum war nicht so der Hammer, aber schön warm wars wenigstens :) Wir sind dann in den St. Stephens Park gelaufen - wunderschön :) Besonders mit dem ganzen Schnee. Dann gings weiter durch sämtlich Einkaufsstraßen





und schließlich zur Distillerie. Wieder eine sehr tolle Erfahrung! Mit Whsikeyverkostung und Fürhung durch den Herstellungsprozess. Und zum Schluss gabs dann noch das Pendant zum Irischen Kaffee für Susi - nämlich Irish Hot Chocolate :) Und ich muss sagen - die machen da schon so einiges an Whiskey rein ;)
Erschöpft sind wir dann wieder ins Hostel und haben beschlossen die Sauna zu erobern. Zu Beginn waren wir auch noch alleine, aber nach kurzer Zeit gabs ne relativ lange Schlange, sodass unsere Zeit bemessen war. Aber trotzdem sehr angenehm. Anschließend wieder eine sehr schöne Kellerparty, mit einem älteren Mann, der Gitarre spielte und uns so unterhielt. Dann beschlossen wir noch spontan in einen Irish Pub zu gehen.




Auch hier live Gitarrenmusik, wenig Platz, viel Guinness und ein Blick aus dem Fenster bescherte uns allen gute Laune - es schneite dicke fette weiße Schneeflocken! Natürlich führte das zu einer riiiiiesigen Schneeballschlacht, sobald der Pub schloss! So viel Schnee! Und alles frisch! Und so viele Studenten! Einfach toll :) Die Schlacht verschob sich dann die Straße herunter und endete vor McDonalds. plitschnass und glücklich fiel ich dann abends ins Bett. Dublin sieht übrigens abends sehr schön aus - überall Lichter und Weihnachtsbäume und Geschmückte Fassaden :)


Letzter Dublintag oder Shoppingalarm!
Um 11Uhr mussten wir aus dem Hostel auschecken, konnten unser Gepäck aber glücklicherweise noch dort lagern. 18 Uhr sollten uns dann unsere Busse wieder vom Hostel aus abholen - das gab uns 7 Stunden in der Stadt. Wir teilten uns diesmal auf - die Jungs in nen Pub und die Mädels (Laura, Callie, Rikki, Annika und ich) shoppen. Nicht unbedingt meine liebste Lieblingsbeschäftigung... Vor allem nicht bei dem Wetter. Es war super kalt, da will man nicht unbedingt alles ausziehen um irgendwas anzuprobieren. Deshalb hab ich mich auch nach kurzer Zeit von meiner Gruppe getrennt und bin alleine ein bisschen durch die Straßen gelaufen. Später kam die Vereinigung mit einem sehr leckeren Essen bei einem Italiener für Laura, Callie und mich. Dann sind Laura und ich allein aufgebrochen, haben uns ne heißen Schokolade in nem Pub gegönnt und schließlich die Jungs in einem wieder anderen Pub getroffen ;) Davon gibts ja genügend in Dublin. Und schwupps - schon ging die Rückfahrt los.

Die Rückreise
war für mich etwas angenehmer als die Hinreise. Ich hatte das Glück über die ganze Zeit neben einem gesunden Menschen zu sitzen, der Rest hat vor sich hin gehustet und geschnupft und gefiebert. Ieh. Aber Susi nicht :) Diesmal waren die Wartezeiten auch nicht so lange, wie auf der hinreise und die Aufenthaltsräume waren wärmer. Auf der Fähre konnte ich zwar nicht schlafen, aber dafür umso besser im schön warmen Bus auf dem Weg nach Hull. Wir hatten Glück, denn der 2. Bus war wohl sehr kalt, was zu weiteren Krankheiten führte. Gegen 6 Uhr morgens kamen wir dann wieder wohlbehalten im verschneiten Hull an :) Eine tolle Reise.

Also zusammenfassend - ich kann Dublin nur empfehlen - ich fands super cool. Teuer natürlich ( ein Bier hat durchaus 6 bis 7€ gekostet und con cocktails wollen wir gar nicht reden), aber viele Möglichkeiten etwas zu erleben! Und vor allem gibt es so viele Orte um heiße Schokolade zu trinken ^^ Hab mir zuhause auch gleich mal eine gemacht.


Am Montag hab ich mir dann spontan ein Kleid für den Winterball am Freitag gekauft :) Das werdet ihr dann später noch sehen. Ansonsten ist noch nicht wirklich viel passiert, seitdem ich wieder hier bin. Es hört nicht auf zu schneiden und heute, am Mittwoch dem 01.12.2010 ist das erste Mal Schneefrei in der Uni :D Find ich lustig. Es liegen sicherlich 15cm Schnee und wie gesagt, es schneit andauernd neu, aber dass deswegen die ganze Uni ausfällt? Enlgand eben. Leider heißt das auch, dass das Christmas Conert heute nicht stattfindet, sondern verschoben wird.
Heute hab ich auch das erste Mal Plätzchen gebacken und Weihnachtsmusik gehört - das war toll :) Ich fühl mich schon ganz weihnachtlich! Und meine ersten Kalendertürchen konnte ich öffnen - danke Mama und vielen vielen Dank Matze :) Das ist total süß!

Heute Abend kocht Laura Möhren-Ingwer Suppe und wir gucken vermutlich Harry Potter (ins Kino gehts dann am Donnerstag) und essen Plätzchen :) Das wird toll!

Freitag, 19. November 2010

Dirty Dancing

Der kleine Manchester-Ausflug war ein schönes Überbrückungsmittel, wie ich finde. Aber ich will euch ja sämtliche langweiligen anderen Details meines Lebens nicht vorenthalten und deshalb kehre ich wieder zur normalen Erzählung zurück.

Beginnen wir, wo wir geendet haben - bei der Reise nach Liverpool. Ja, schöne Stadt, oder so. Weiß ich ja nicht. Eigentlich. Aber immerhin kann ich sagen, dass ich schonmal da war. Das ist ja schonmal was.
Mit dem Plan um 5 hier loszufahren wurde schonmal nix, aber irgendwann begann dann die super-Busparty. Wir tranken alle Sprite und Eistee und Wasser, denn Alkohol war ja nicht erlaubt. Oder so ähnlich ;) War auf jeden Fall eine sehr unterhaltsame Busfahrt und schon nach 3,5h erreichten wir unsere Destination - Liverpool bei Nacht! Wir waren geschmückt mit unseren Invader-Shirts, die als Tickets und Erkennungsmerkmal galten. Durch insgesamt 3 (von angekündigten 7) Clubs zogen wir und blieben meist nur 0.5 - 1 Stunde dort. Nur im letzten Club verbrachten wir dann den Rest des Abends, zu unserem bzw. meinem Leidwesen. Denn da wars wirklich nich schön. Da warn wir uns alle einig. Jeder Song klang wie der nächste, die Subwoofer pusteten uns fast vom Boden und es war einfach ein bisschen laut und monoton. Aber wir haben das Beste draus gemacht :) Warn ja auch wirklich viele Leute da und mit ein paar anderen hat man sich auch vermischt, doch meist blieben die einzelnen Städte unter sich. Als dann die Lichter angingen begann die verzweifelte Suche nach den Bussen. Wir hatten natürlich keine Ahnung mehr, wo uns unser Bus entlassen hatte (war ja früh am Abend gewesen und wir waren seitdem ne Weile gelaufen) und waren so etwas orientierungslos. Zum Glück haben wir auf dem Weg noch etwas Essbaren erwerben können und haben dann noch die letzten paar Plätze eines Buses ergattert.Von Organisation kann man hier nicht sprechen. Irgendwann schloss unser Busfahrer entnervt die Türen und meinte: ich fahr jetzt los. Wer den Weg noch nicht gefunden hatte, musste quasi in Liverpool bleiben. Keine Ahnung. Von unseren Leuten habens glücklicherweise alle nach Hull geschafft :)
War also nicht ganz so gut wie erwartet, aber doch ganz nett. Um 5 waren wir dann endlich wieder zuhause.

Und dann, ach wie schön, am nächsten Tag ein Fußballspiel :) Hab ich natürlich mal wieder gut abgepasst. Aber glücklicherweise fands zuhause statt und auch erst um 14Uhr, sodass das alles gar nicht so schlimm war. Wir haben gegen Leeds gespielt ung 3:2 gewonnen :) Yaaaaay! Hat superviel Spaß gemacht und ich hatte meine eigene kleine Fangemeinde am Spielfeldrand mit Poster und allem. Total genial!

Und am Donnerstag wars dann endlich soweit - Matze kam mich in Hull besuchen. Ich hab ihm nach dem Training in der Innenstadt abgeholt und er hat schonmal ein bisschen von der Stadt gesehen.
Am Freitag haben wir dann eine kleine Stadterkundung gestartet, sind zu den Docks gelaufen und durch die ganze Stadt bis uns die Füße wehtaten. Fein gekocht haben wir abends dann auch noch (es gab Cordon Bleu mit Pilzsoße und Kartoffeln) und sind dann anschließend ins Larkins, einen Pub in der Nähe. Der mit den vielen verschiedenen Biersorten ;) Natürlich mussten wir dorthin gehen. Wir hatten Glück, dass wir noch Plätze bekommen haben, war echt voll. Aber sehr schön um einfach mal zu quatschen und neue Biersorten zu probieren.

Samstag haben wir dann unsere Erkundungstour nach dem Mittag (Eierkuchen selbst gemacht) fortgesetzt, denn ich musste mein Essay noch zuende schreiben. Dann sind wir ins The Deep gefahren, nach eigenen Angaben "one of the most spectacular aquariums in the world". Es war wirklich ziemlich cool. Ich hab das erste Mal in meinem Leben einen echten Schwertfisch gesehen, fand ich beeindruckend. Und Haie und Quallen und Spinnenfische und Seesterne und Jochen den Rochen und und und... Hat sich gelohnt, fand ich. Und abends haben wir dann wieder schön gekocht - Steak mit Kroketten und Gorgonzola Soße... mhhhh :) Lecker. Ein gelungener Tagesausklang.
und sogar Nemo war da :)
Über unsere Manchesterabenteuer wisst ihr ja jetzt bescheid ;) Deshalb kann ich gleich weitermachen.
Montagabend, als ich zurückkam und mein essay nach langer Tortur endlich abgegeben hatte, haben wir nen bisschen Gitarre gespielt. Wir haben Dienstag einen Movie-Abend zelebriert (The invention of Lying) und am Mittwoch hatte ich mal wieder ein Spiel. Diesmal auswärts und gegen Newcastle. Das war ein Tag, sag ich euch. 9.30Uhr war Treffpunkt hier am Sportcenter und kurz vor 10 kam dann auch unser Bus. Ein kleiner Schulbus (für Kinder) mit 15 Sitzen und einem netten alten Busfahrer namens Ken. Etwa drei Stunden haben wir gebraucht um dann in Matsch, Wind und Kälte zu spielen. Leider haben wir in der letzten Minute noch ein Tor reinbekommen und somit dann (unverdient natürlich) 1:2 verloren. Als wir nach dem Spiel zum Bus liefen, bekam der grad Starthilfe von nem andern Auto - kein gutes Zeichen. Aber als wir nach der Pause dann problemlos weiterfahren konnten, waren wir erleichtert. Leider standen wir auch bisschen im Stau und dann, kurz vorm Ziel, schon im Stadtzentrum von Hull passierte es. Ken würgte den Motor an einer Ampel ab und das wars. Der Bus stand. Still. Nichts ging mehr. Doof gelaufen. Hilfsbereit wie wir sind, sind wir gleich ausgestiegen und haben den Bus zumindest erstmal von der Kreuzung geschoben (jaja, wir kräftigen Fußballmädels) und nach weiteren Schiebe-Metern sprang der Wagen dann glücklicherweise wieder an :) Um 10 nach 8 war ich dann endlich zuhause. Schnell unter die Dusche, was essen und dann gings auch wieder los. Denn es spielte Frankreich gegen England und wir wollten uns das Spiel im Pub namens Gardeners Arms angucken. Haben wir auch gemacht. Nicolas und ich sind zur 2. Halbzeit hin, haben auf dem Weg noch Léa und Alexia getroffen und mitgenommen und im Pub warn dann schon Martón, Yannick, Adrien, Luc, Kajetan, Rani, Wolfi, Jochen und Chris. Ich glaub das warn alle.. ja ^^ Ich war eigentlich für England, saß aber unglücklicherweise zwischen den ganzen Franzosen, die dann ja auch 2:1 gewonnen haben. Aber hat Spaß gemacht - die Pubs hier sind einfach toll :) Sowas fehlt in Deutschland echt. Danach haben wir noch ne Band-Probe gehabt, aber so richtig kommen wir immer nicht voran ;) Wir sind grad auf der Suche nach neuen Songs, wenn möglich fröhlich und mit melodiestellen für die Gitarren. Also wenn ihr Vorschläge habt, immer her damit!

Donnerstag war ich das erste Mal in der Schule. Ich hatte mich freiwillig als 'language embassador' gemeldet und bin jetzt sozusagen ein Assistenzlehrer. Jeden Donnerstag bin ich von halb 2 bis halb 4 in der Schule im Deutsch LK 13. Klasse. Es sind nur 4 Schüler im Kurs, was ganz niedlich ist. Diesmal hab ich in der ersten Stunde nur zugehört um das Niveau und die Unerrichtsvorgehensweise mitzubekommen und dann in der 2. Stunde hab ich mit den beiden Jungs gearbeitet und Ed Jones, der Lehrer, mit den beiden Mädels. Das hat ganz gut geklappt. Thema war genetisch manipuliertes Essen und Klonen und generell Genmanipulation. Fand ich ganz schön krass, fiel den Schülern auch nicht so leicht. Einige Vokabeln kannte nicht mal ich auf Deutsch... Die Schüler konnten aber alle ziemlich gut Deutsch, das war toll. Auch der Lehrer war fast fehlerfrei und vor allem auch fast akzentfrei. Er hat ein paar Jahre lang in Berlin gelebt (konnten wir uns gleich austauschen). Zufälligerweise ist das nächste Thema auch Berlin und er war super glücklich, dass ich dann also viel Wissen aus erster Hand beisteuern könnte. Ich freu mich schon! Macht echt Spaß!
Abends war dann girls-night angesagt - so richtig schön typisch :) Laura war da und Pauline aus Belgien, Imke aus Deutschland, Soumaya aus Holland, Giulia aus Italien und Sophie aus den US hat Broccoli-Cheddar- Suppe gekocht (delicious!) und Marie-Laure aus Frankreich hat pancakes gemacht, die wir dann mit Eiscreme verzehrt haben. Im Anschluss haben wir dann noch Dirty Dancing geguckt. Einfach perfekt und sehr international!

Tja, eigentlich müsste ich ja was für meine essays tun... aber Blog schreiben macht da doch mehr Spaß. Am Montag und am Donnerstag sind die Abgabetermine, aber so richtig begonnen... n aja. Ein bisschen Zeit ist ja noch! :)

Also denn,
cheers!

Montag, 15. November 2010

Manchester-Odysee

Manchester. Das wird das Thema dieses Blogs werden. Ein einziger Beitrag für eine einzige Stadt. Man mag gar nicht vermuten, welch Abenteuer einem entgehen, wenn man nicht einmal alle Strapazen auf sich nimmt, um diese außergewöhnliche Stadt zu besuchen.
Matze und ich haben dieses Schicksal am Sonntag, dem 14.11.2010 auf uns genommen und hier ist der Reisebericht.

7:30 Uhr
Wir stehen langsam auf, frühstücken gemütlich und packen unsere Sachen, denn um 9 fährt unser Zug vom Hauptbahnhof (wenn man das so nennen will) in Hull ab und wir müssen da ja noch irgendwie hinfahren. Mit dem Bus nämlich. Dauert eigentlich nur so 10 bis 15 Minuten.

8:22 Uhr
Wir schlendern zur Bushaltestelle. Wir haben ja noch Zeit. Außerdem kommen die Busse hier ja sehr regelmäßig. Das klappt schon alles.

8:25 Uhr
SCHOCK! Es ist Sonntag. Heute fahren die Busse eben NICHT so regelmäßig. Den um 8.21Uhr haben wir grade verpasst und der nächste kommt erst 8.51Uhr - definitiv zu spät. Also was nun? Gedanken rasen, nach außen hin ist alles ruhig. Tja... mh. mal überlegen. Wir entscheiden uns für eine Flucht nach Hause um im Internet nach einer Taxinummer zu googlen. Gesagt getan. Natürlich braucht mein Laptop gefühlte 20 Minuten um zu starten und sich mit dem Internet zu verbinden. Die erste Taxi-Gesellschaft wimmelt mich ab, ab um 9 kann mal hier Taxis buchen. Hier ist nichts mit "wir kommen sofort". Zum Glück bekomme ich dadurch aber eine andere Taxinummern, schildere mein Problem und tatsächlich - schwupps - ein paar Minuten später sitzen wir erleichtert im Taxi. Der Taxifahrer grummel etwas von Unfall auf der Straße... grummel... irgendwas... und mein Blutdruck steigt wieder, aber letzten Endes landen wir glücklich und zufrieden am Bahnhof und haben sogar noch mehr als 10 Minuten Zeit. Erleichterung macht sich breit :)

9:00Uhr
Wir (und unsere bunten Reisegefährten) erobern den Trans Pennine Express nach Leeds, finden gleich unsere reservierten Plätze und sind glücklich. Doch nicht mehr lange. Denn offenbar gibt es ein kleines Problem. In Selby. Ja, der Ort ist jetzt nen bisschen unten durch. Selby hat nämlich Probleme mit seiner Swing-bridge. Und über die fährt normalerweise der Zug. Nun kann man als "Selbianer" ja natürlich nicht ahnen, dass der Zug kommt. Verständlich. Deshalb kann es schonmal passieren, dass so ein Zug eine Viertelstunde vor der Brücke warten muss. Aber das ist ja nicht schlimm, denn keiner der Insassen hat natürlich Anschlusszüge, die er oder sie bekommen muss. Das wäre absurd. Wir sind alle gutmütige, zeithabende, frohsinnige Passagiere, deren lieblingbeschäftigung darin besteht, vor Brücken in Zügen zu warten. Den ganzen Tag, wenns nach uns ginge.

10:25Uhr
Kein Wunder also, dass wir unseren Anschlusszug in Leeds verpasst haben. Der sollte nämlich schon vor 15 Minuten abfahren und war ausnahmsweise mal relativ pünktlich. Nach Konsultation mit dem Bahnhofspersonal haben wir einen Alternativzug gefunden, der uns auch nach Manchester bringen sollte und den wir auch mit unserem Ticket boarden konnten. Ein Glück. Dieser Zug hatte dann zwischen 10 und 15 Minuten Verspätung, aber immerhin waren wir endlich auf dem direkten Weg nach Manchester. Wir sind dann auch gleich bis zur Picadilly Station gefahren, obwohl unsere Tickets nur bis zur Victoria Station galten, aber wir fanden, dass wir das nach dieses Strapazen verdient hatten. Und kontrolliert hat uns ja auch keiner ;)

11:45 Uhr
Endlich in Manchester Picadilly :) Matze hat seine Tasche da abgegeben, damit er die nicht den ganzen Tag durch die Stadt schleppen muss und sehr professinell musste er typische Flughafen-Fragen beantworten und alles wurde durchleuchtet.
Ich habe mich währenddessen erkundingt, wie wir denn zu unserem schönen kleinen Hotel am Abend kommen. Das stellte sich nämlich als weiteres Problem dar. Hieß zwar "Flughafen Hotel", wars aber nicht. Unmöglich zu erreichen, wenn man kein Auto hat, quasi. Die nette Dame empfohl also mit dem Bus bis zum Flughafen zu fahren und dann zu laufen. Auf dem Zettel vom Hotel stand, dass es "nur" 2,1 Meilen wären. Na gut. Wenns eben nicht anders geht.

12:10 Uhr
Wir verlassen endlich den Bahnhof um machen uns erstmal auf den Weg zum Busbahnhof. Der ist auch gar nicht so leicht zu finden.
Wir sind mittlerweile müde, hungrig, erschöpft, sauer auf das Bahnsystem Englands und vor allem ratlos was unsere abendliche Reise zu unserem Hotel angeht.
Am Busbahnhof finden wir heraus, dass wir 7,60Pfund zahlen müssten um zum Flughafen zu kommen, dass der Bus aber nur alle paar Stunden führe (sagt man das so? fahren würde). 19.00Uhr zum Beispiel. So lange wollten wir ja eigentlich nicht warten. Na ja.
Dieses Problem haben wir erstmal vertagt und haben uns dann tatsächlich die Stadt angeschaut und glücklicherweise wurde unser erster negativer Eindruck sehr schnell ersetzt und wesentlich verbessert. Manchester ist wirklich eine schöne Stadt, die so einige Überraschungen birgt. Hier kommen ein paar Eindrücke von unserer Erkundungstour:Zunächst Stärkung bei McDonalds,

Dann ein Telefonat mit ... dem Bürgermeister der Stadt...

dann waren wir noch im Museum of Arts (jaja, kulturell aktiv ohne Ende), wo wir dieses T-shirt gefunden haben: China Town:und schicke Springbrunnen im Stadtzentrum:
Und dann kamen wir zum Aldi, der uns eine ganz neue Welt eröffnete. Er war nämlich einer der vielen Eingänge zum RIESEN-shopping Zentrum. Also wirklich enorm. Wir haben uns mehrmals verlaufen uns ziemlich viel Zeit dort verbracht. Mit dem Alexa ist es gar nicht zu vergleichen, einfach viel, viel größer! Und echt super viele Läden...
Zum Beispiel auch ein Disney-Laden mit sämtlichen Helden.
Schicke alte Gebäude:
die Kathedrale: und schließlich noch der letzte Eindruck der Stadt bei Nacht:

17:00Uhr
Wir machen uns langsam auf den Weg zurück zum Bahnhof, und finden, dass wir genug von der Stadt gesehen haben. Außerdem ist es dunkel und kalt und wir müssen ja noch irgendwie herausfinden, wie wir zu unserer Unterkunft kommen. Am Bahnhof angekommen gucken wir nochmal auf den Zettel vom Hotel. Da steht auch noch eine andere Bahnstation, Heald Green, von der es nur 1,7 Meilen zu Fuß sind. Promt untersuchen wir diesen Fall und finden sogar eine Bahn, die uns dorthin bringen würde. Die Tickets sind auch deutlich billiger als die vom Bus, also entscheiden wir uns spontan für diese Bahn.

17:42 Uhr
Wir sitzen in einer Art S-Bahn und sind gespannt, da entdeckt Matze auf dem Hotelzettel NOCH einen Bahnhof. Gatley, nur 0,7 Meilen entfernt. Und da die Bahn auch dort hielt, sind wir spontan ausgestiegen. So schwer kann das ja alles nicht zu finden sein. Matze will einen Plan suchen, aber ich frag lieber den älteren Mann, der vor uns läuft, nach dem Weg. Der ist total enstezt. Wohin wollen wir? Ins Plym... Hotel? Da sind wir zu früh ausgestiegen. Das ist ganz weit weg, da sollten wir lieber bis Heald Green fahren. Nein, von hier, unmöglich. Die nächste S-Bahn käme in einer Stunde, das wäre besser. Mit Laufen seien wir auch nicht schneller.
Nein, nein, das kann nicht sein, sagen wir. Hier, der Zettel!
Achso.. Plymgate Hotel! Ja, das kenn ich! Da hat mein Bruder aus Australien grade gewohnt! Ja, ja. Schönes Hotel! Aber entsetzlich weit weg. Mit Laufen wird das nichts. Also auch hier in der Umgebung und so. Ne, würd ich euch nicht empfehlen.

So ging das noch ein bisschen weiter. Der Mann hatte eine ziemlich stark ausgeprägte Alkoholfahne, lief nicht mehr ganz grade, aber wies uns dann an ihm zu folgen, er wohne eh in der gleichen Richtung. Nach einer netten Unterhalten über sämtlich Themen, beschloss er dann seine Frau anzurufen und ihr zu sagen, dass sie uns beide zu unserem Hotel fahren solle. Wir warn total baff. Schon allein dieser Gedanke war so freunlich, was besseres hätte uns gar nicht passieren können! Nach 15 Minuten Fußmarsch kamen wir dann an seinem Haus an und seine Frau (die Berlin sehr mag und es für eine großartige Stadt hält) fuhr uns dann (etwa 5-7 Autominuten) zu unserem Hotel. Wir waren sprachlos ob dieser Freundlichkeit. Wir kamen aus dem Bedanken gar nicht mehr heraus und die Frau wollte auch kein Geld oder Ähnliches annehmen. Einfach pure Freundlichkeit. Der Mann sagte auch vorher: wenn man anderen Menschen nicht helfen kann und sie unterstützen kann, was bleibt einem dann im Leben?
Einfach toll. Wir hätten vermutlich einen sehr langen, verwirrenden, ergebnislosen Spaziergang vor uns gehabt, hätten wir Dannie (so hieß er glaube ich) nicht getroffen: Was für ein Glück. Aber irgendwann mussten wir ja auch mal Glück haben!

18:30Uhr
Endlich im Hotelzimmer. Es ist zwar noch relativ früh am Abend, aber dadurch dass es eiskalt und stockfinster ist, fühlt es sich an wie mitten in der Nacht. Wir verbringen also den Rest des Tages in unserem kleinen gemütlich Zimmer (mit eigenem Bad und Fernseher) und lassen Manchester mal Manchester sein.

Am nächsten Morgen werden wir zum Flughafen gefahren vom Hotel aus (8 Pfund!!! Wucher!! Für knappe 10 Minuten Autofahrt!) und Matze fliegt wieder zurück nach Deutschland :( Schade eigentlich. Aber zumindest hatten wir ein paar Abenteuer, von denen wir noch lange zu berichten wissen ;)

Meine Rückfahrt war aber nicht weniger spannend als die Hinfahrt, deshalb möchte ich noch kurz darüber berichten.
Laut Ticket sollte ich 11.05 Uhr bis Manchester Picadilly fahren und von dort aus dann 12.42Uhr mit dem Direktzug nach Hull.
Am Flughafen gab es zunächst keinen einzigen Zug, der um 11.05 Uhr abfahren sollte. Aber da auch andere Züge über Manchester fuhren, nahm ich mir die Freiheit und stieg einfach in irgendeinen Zug ein. Als mein Ticket kontrolliert wurde, ging auch alles klar. In Manchester angekommen werden beim Verlassen der Plattform auch nochmal die Tickets kontrolliert. Meins war eben nur ein Ausdruck aus dem Internet, aber legal. Als der Kontrolleur mein Ticket sah, guckte er mich nur an und fragte: Was soll denn das sein? Was ist denn das hier?
Ich guckte zurück und sagte: Mein Ticket. Steht auch hier: This is your travel ticket.
Er, total entsetzt: Das ist doch kein Ticket? Aus welchem Land soll das denn sein, bitte?
Ich wieder: Aus England. Das ist ein gültiges Zugticket.
Er, total verwirrt, fertig um mir alle möglichen existierenden Gebühren aufzudrücken, nimmt mich mit zu seinem Kollegen mit den Worten: Guck dir das mal an, das ist doch kein Ticket! Aus welchem Land soll das denn sein?
Der lächelt nur: ne ne, das ist schon nen normales Ticket. Hier, du musst nur das Datum kontrollieren und dann ist gut.
Und ich darf gehen. Ich war erstaunt, wie ruhig ich geblieben bin, kein Zeichen von Panik :)
Das änderte sich aber im nächsten Moment als ich an die Anzeigetafel blickte:
Zug 12.42 Uhr nach Hull : CANCELLED!
Toll. Toll, toll, toll, dachte ich. Na super. Und jetzt? Ich muss nämlich unbedingt schnell nach Hause, weil ich bis 16 Uhr mein Essay abgegeben haben muss, sonst bekomm ich gleich minuspunkte.
Bin ich also zum nächstbesten Infoschalter und hab gefragt was ich denn jetzt tun soll und der Mann hat mir zum Glück ganz freundlich erklärt, wie ich jetzt fahren muss. Mir dem Zug um 12.27Uhr nach Leeds und dann dort immer 38Minuten nach der vollen Stunde mit einem Zug nach Hull. Und ja, mein Ticket gilt dann noch.
Es war 12.32Uhr. Ich dachte, er will mich veräppeln. Aber wir sind ja hier in England, da kommen die Züge ja nich immer, wie sie sollen und so hatte auch mein Zug nach Leeds Verspätung, den ich deshalb dann noch bekommen habe. Welch ein Glück.
13.33Uhr kam ich dann in Leeds an und hatte immerhin 5 Minuten um einmal durch den riesigen Bahnhof zum allerletzten Gleis zu eilen, denn der Zug nach Hull fuhr pünktlich ab, und kaum saß ich im Zug, fuhren wir los.

Erleichterung. Endlich ist die Manchester Odysee zuende.
Ich bin dann irgendwann aufgewacht und hab mich gewundert, wieso der Zug plötzlich so leer ist, bis mir aufgefallen ist, dass wir offenbar schon seit einigen Minuten im Bahnhof in Hull stehen (zum Glück der Endbahnhof).

Mein Essay hab ich auch noch pünktlich abgegeben und jetzt bin ich einfach nur erschöpft :)

Fazit 1: Die Züge in England sind noch fürchterlicher als in Deutschland was Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit angeht.

Fazit 2: Man muss mal nach Manchester gefahren sein.

Dienstag, 9. November 2010

Hull invades Liverpool!

Ich werd unregelmäßig, ich merks schon. Tut mir leid. Momentan ist essay zeit...
Also werd ich mal beginnen, wo ich letzten Mal geendet habe:

Dienstag:
Heute haben wir im Unterricht Buddha of Suburbia besprochen - wirklich ein tolles Buch. Ich schreib mein erstes Essay doch hierüber und nicht mehr über East is East.
Abends waren wir zum ersten Mal in Hull im Kino und haben The Social Network geschaut. Ein guter Film, wie ich finde, wenn man vorher weiß, worum es geht. Leider hat's auf dem Rückweg gegossen wie sonstewas und wir warn alle plitschenass, aber wir sind hier eben in England.

Am Mittwoch morgen hab ich gleich den nächsten Film geschaut, nämlich Memento. Ein druchaus verwirrender, trotzdem zum Teil komischer und gut gemachter Film von Christopher Nolan über einen Mann, der keine neuen Erinnerungen mehr produzieren kann. um 9.15Uhr begann die Vorstellung in der Uni für meinen Crime Fiction Kurs. Es waren immerhin 5 Leute gekommen ^^ Na ja, besser als nichts.
14.00 Uhr sind Laura und ich dann ins Language Center zu einem Meeting, denn wir haben uns freiwillig bereit erklärt, den Schülern an der Schule hinter der Uni in Deutsch zu helfen. Nächste Woche solls eigentlich losgehen. Also diese Woche quasi. Wir sind dann zu bestimmten Zeiten einem Lehrer zugeteilt, der uns dann mit Aufgaben versorgen wird. Mal sehen, was wir da machen sollen. Wir sollen auf jeden Fall freudig und enthusiastisch auftreten und den Spaß an unserer Sprache vermitteln :) Das wird lustig. Bisher hab ich aber noch nichts weiter gehört.

Am Donnerstag war ich dann das erste mal bei Bruce, meinen Crossing Cultures Tutor, um ihn wegen meines essays zu fragen, welches ich inzwischen schon fast halbfertig hatte. Tja, begeistert von meinen Ideen war nicht. Irgendwie hatte er bei einer sehr breit gefächerten Fragestellung sehr spezifische Vorstellungen ob der Beantwortung dieser. Super. Also neu anfangen -.- Hab ich jetzt richtig Lust drauf... Aber ich will ja bestehen.
Zur Feier des Tages sind wir abends ins Sanctuary gegangen, zum Karaoke Abend und hatten dort ein bisschen Spaß. Und nein, ich hab diesmal nicht gesungen.

Zu Freitag sollte ich A muder is announced von Agatha Christie lesen, ein sehr cooler Detektivroman :) Hat mir gut gefallen. Leider war der Unterricht etwas zäh, weil die Fragen der Dozentin immer sehr generell ausfielen und wir sie somit nicht wirklich beantworten konnten. "Was ist denn mit den anderen Frauen in dem Buch?" ja... was soll man dazu sagen? Sie wollte hören, dass die alle Single oder Witwe sind. Nächstes Mal weiß ichs.
Aber noch viel wichtiger: am Freitag war GUY FAWKES DAY!
Vor meinem Fenster brannte ein humongous bonfire, also wirklich riesengroß. Die haben das schon während der letzten Wochen jeden Morgen mit piependen Traktoren aufgehäuft, weil hier in der Nähe Häuser abgerissen werden und alles brennbare eben hierhergebracht wurde. Überall war schon Feuerwerk zu hören und auch zu sehen.
Der Plan stand, dass wir alle in die Innenstadt fahren um das große spektakuläre Feuerwerk zu sehen. Wie immer haben sich Gruppen gebildet und na ja.. ich war mal wieder in der Gruppe die zu spät war :D
Ich musste ewig auf Yannick, Callie, Kajetan und Nicolas warten und als wir dann endlich im Stadtzentrum ankamen haben wir immerhin noch die letzten 2 Minuten des Abschlussfeuerwerkes gesehen ... :/ Aber ich hab ja zum Glück schon ein paar Feuerwerke in meinem Leben gesehen, sodass das nicht ganz so schlimm war.
Erstaunlicherweise haben sich dann alle einzelnen Grüppchen getroffen und wir waren eine riesen Truppe. Kann man natürlich immer gut Entscheidungen treffen dann.. aber irgendwie haben wir's geschafft nach Hause zu navigieren und uns sogar für einen Pub zu entscheiden, aber natürlich sind wir dort nie gelandet ;) Sondern haben stattdessen eine kleine Hausparty bei Kajetan zuhause geschmissen, wo zum Schluss auch tatsächlich vollkommen fremde Menschen ankamen und die Küche bevölkerten. Beeindruckend.
Ich bin dann noch zu ner anderen kleinen Haus-Geburtstags-Vor-Party gegangen und war halb 1 zuhause :) Denn ich wollte am nächsten Morgen mit Laura in die Stadt.

Und das haben wir auch gemacht. Wir sind am Samstag um 10Uhr los und haben unsere Kostüme für den Abend vervollständigt und dies und das besorgt. Heute Abend war nämlich die große M-Party. Da Michael Geburtstag hatte, müssen also alle Gäste als eine Gestalt auftreten, die mit M beginnt. Laura und ich haben uns entschieden als M&M's zu gehen. Eine sehr gute Idee. Es war erstaunlich, wie viele Dinge und Personen tatsächlich mit M beginnen! Auf der Party gabs so ziemlich alles vom mechanic, zur maid, m&m's natürlich, Marylin Manson, Miss Monroe, Math nerds, mummys, murderers, milkman, Micky Mouse, magican, mermaid, Miss London, manwhores, mafiosos, and many more... Die Party war einfach awesome! Hat super viel Spaß gemacht, diese Themen-Feiern sind einfach super.

Am Sonntag musste ich dann leider sehr früh aufstehen, was so gar nicht gut war, nach dem Abend zuvor. Aber ich hatte ein Auswärtsspiel. Das heißt, wir haben uns um 10 getroffen und sind dann an die Nordsee nach Humanby gefahren, haben einen wunderschönen, perfekten regenbogen gesehen und dann in Schlamm, Matsch und Modder gegen ein Team komplett in pink gespielt. Grauenvoll. Kein so tolles Spiel. Ich hab nur die erste Halbzeit gespielt, weil ich mich kurz vor der Pause verletzt hab. Ging dann später wieder, aber für den Moment wars nich gut. 1:1 ist es ausgegangen. Und es war eiskalt. aber es wird eben Winter.
Abends haben wir dann beschlossen einen Pizza-und-Film-Abend zu machen. So haben Yannick, Laura, Callie, und ich Harry Potter gesehen, den ersten Teil. Ich bin nach kurzer Zeit eingschlafen und dann nach dem halben Film aufgewacht und nach Hause gegangen. Ein anstrengender Tag.

Diese Woche ist reading week, deshalb hab ich keine Uni :)
Montag war also ziemlich entspannt, obwohl ich da ja immer frei hab. Ich hab nen bisschen an meinem neuen essay gearbeitet und hatte dann Training im eiskalten Eisregen und fast schon Sturm. Das war definitiv ein unangenehmes Training. Hat aber trotzdem irgendwie Spaß gemacht :)
Abends hat Laura dann für ausgewählte Gäste ihre deutsche Kartoffelsuppe gekocht - köstlich! Wir haben noch ein Sonett für ihre Mama geschireben und danach noch mit ein paar anderen Monthy Python and the holy grail geschaut. Hilarious! Ich musste die ganze Zeit lachen. Ich hab den Film schon so oft gesehen, ich finds einfach lustig. ^^

Heute, am Dienstag, möchte ich erstmal sagen: HAPPY BIRTHDAY, PAPI! Alles Gute :)
Außerdem hab ich wieder fein gearbeitet, mir fehlen jetzt nur noch 200 Worte für die Rohfassung meines 2500Wort essays :) Heute findet DAS event des Monats statt: HULL INVADES LIVERPOOL! aus 5 verschiedenen Städten reisen heute abend Busse nach Liverpool um an einer riesengroßen Kneipentour teilzunehmen. Wird sicherlich ziemlich verrückt. um 5 fahren wir hier los, weil Liverpool ja nen bisschen weiter weg ist von hier. Mal sehen, wies wird!

Achja, das Wort des Tages:
sind diesmal mehrere Worte, die ich im Unterricht gelernt habe und die somit auch wirklich von Engländern genutzt werden:

Umwelt, Mischmasch, Bildungsroman, Künstlerroman, Da-Fort-Game, Blitz und Angst.

Find ich gut :)

Naguti, das wars erstmal, bis zum nächsten Mal !!!

Montag, 1. November 2010

Halloween!

Mannoman, wie die Zeit vergeht.. jetzt ist schon die Hälfte um und ich komm mir vor, als wär ich grad erst angekommen, und gleichzeitig schon seit nem halben Jahr hier. Sehr seltsam...

Meine Fähigkeit Events Tagen zuzuordnen hat leider immens abgenommen, um nicht zu sagen sie ist nicht mehr existent. Aber ich werde mein Bestes geben :)

Das letzte Mal hatte ich ja von meinem Fußballspiel am 24.10. berichtet. Daher müsste jetzt chronologisch korrekt der Montag folgen. Ein Hausaufgaben-und-Fußballtraining-Tag. Abends haben wir noch nen bisschen musiziert und haben dann beschlossen, dass wir noch für ein Bier in nen Pub gehen wollen. Doch letzten Endes landeten wir bei Thomas und einer mini-Hausparty und haben da nen bisschen mit denen gequatscht, die dann noch ins Piper wollten. Das Piper ist berühmt und berüchtigt für Montage, doch noch hab ichs nicht geschafft hinzugehen. Ein ander Mal.

Dienstag haben wir East is East behandelt, den ich leider bisher immer noch nicht gucken konnte. Aber meine Erinnerungen haben glücklicherweise gereicht um am Unterrichtsgeschehen teilnehmen zu können. Ich glaub ich werd mein essay doch erstmal nicht dazu schreiben. Am 15.11. muss ichs schon abgeben, das is ja quasi gleich. Ich werde über ein anderes Buch namens Buddha of Suburbia schreiben - ein wirklich lustiges, interessantes, freundliches Buch, welches von kulturellen Differenzen und Pakis in London handelt. Sehr zu empfehlen.

Mittwoch war das nächste Fußballspiel, diesmal auswärts, in York. Wir haben uns um 12Uhr am Sportplatz hier getroffen um mit 3 Autos hoch zu fahren, aber es kam natürlich jemand zu spät, sodass wir recht knapp in York ankamen. So etwa halb zwei nämlich. Und Anstoß war um 2. Außerdem kamen nur 2 der 3 Autos an, sodass wir noch ne Weile auf dem Parkplatz warten mussten bevor wir loskonnten. Resultat war dann, dass wir uns auch auf dem Parkplatz umziehen mussten um noch halbwegs pünktlich zum Spiel zu kommen, etwas außergwöhnlich. Wir habens dann grad noch so geschafft.
Die Sonne hat geschienen, wir hatten sogar mehrere Zuschauer auf unserer Seite (mehr als die Heimmannschaft) und das Spiel schien recht ausgeglichen. Wir sind in Fürhrung gegangen (ich hätte fast das Tor gemacht, aber das andere Mädel war schneller...), dann kam der Ausgleich hinterher. Mitten in der ersten Hälfte rief mir Chloe dann plötzlich zu, dass wir doch mal Positionen tauschen sollen, ich solle jetzt striker, also Stürmer, sein und nicht mehr linkes Mittelfeld. Tja, hat nicht so richtig geklappt, denn ich hab ja kein Ahnung, wie man Stürmer spielt, das hab ich bisher noch nie gemacht. Nach der Halbzeit hab ich dann eine knappe Einweisung bekommen und schwupps... hab ich mein erstes Tor erzielt :) Ich war super-duper glücklich! Leider kam nur wenige Minuten später wieder der Ausgleich -.- Aber, man mags kaum glauben - ich hab noch ein Tor erzielen können! Wir lagen wieder in Fürhung, doch leider ging das Spiel 3:3 aus... Ein Sieg wär echt cool gewesen! Hat auf jeden Fall total Spaß gemacht :) Und alle andern warn sehr stolz auf mich und ich bekam viel Lob, das war schön :)

Der Rückweg war etwas anstrengend. Wir haben auf dem Weg noch in nem Pub angehalten um noch was zu essen und zu trinken. Dann haben wir (wie schon auf dem Hinweg) in ohrenbetäubender Lautstärke so ziemlich alle Partyhits der letzten Wochen gehört. Und ich musste mal wieder feststellen, dass ich kein Englisch verstehe ^^ Zumindest nicht das Hull-Englisch von Leuten, die sich untereinander unterhalten. Außerdem standen wir so halb im Stau und es hat ewig gedauert...

Abends war ich fix und fertig, aber Léa aus Frankreich hatte uns alle zum Essen eingeladen (25 Leute oder so). Es war echt cool, sie hat so kleine Häppchen von allem Möglichem vorbereitet und zum Nachtisch dann auch noch Crèpes mit Nutella :) Im Anschluss haben wir noch Kong Fu Panda gesehen und ich bin tot ins Bett gefallen.

Ich hab bemerkt, dass ich ca. 7485 Blaue Flecken aus den letzten beiden Spielen davongetragen habe und hab mich jetzt erstmal entschieden, die nächsten beiden Spiele nicht zu spielen, um mal ein bisschen Erholung zu bekommen :)

Donnerstag war mal wieder Uni, Creative Writing. Wir fangen jetzt mit Short Stories und novels an und dürfen zum nächsten Mal einen Story-Anfang schreiben. Sowas macht mir Spaß :) Endlich sind die Gedichte vorbei!
Dann wieder Training und abends dann Party!
Laura und ihre housemates haben zum pre-gaming eingeladen. Das Haus war voll, wir haben viele verschiedene Spiele kennengelernt und sind dann zu einer weiteren Hausparty gelaufen, etwa 20 Minuten zu Fuß. Tja, so richtig kannten wir dort niemanden, aber irgendjemand hatte davon gehört und so sind wir hin, ganz einfach. Ich hab mich die meiste Zeit mit einem Londoner unterhalten, der sogar richtig schönes, verständliches Englisch sprach, aber man hat wieder viele neue Menschen getroffen und zum Teil auch einfach nur welche, die man schon öfter gesehen hatte, aber noch nie mit ihnen geredet hat. War ne echt coole Party mit eigenem DJ usw. Gegen halb 3 sind wir dann in einer größeren Gruppe nach Hause gelaufen und ich hab mich dann zuhause noch sehr gut mit meinem Mitbewohner Nicolas unterhalten, bestimmt noch ne Stunde lang. Die kulturellen Schwellen fallen immer mehr, je länger wir alle hier zusammen sind und man versteht sich auch inhaltlich und sprachlich immer besser. Ich bin sehr froh, dass niemand anderes deutsches in meinem Haus wohnt!

Am Freitag hatte ich wieder Crime Fiction und wir haben über Sherlock Holmes geredet. Ich finds voll cool, dass ich hier so viele tolle Bücher lesen muss. Denn ansonsten macht man das ja einfach nicht, aber wenn man gezwungen ist, hat man nicht so wirklich eine Wahl. In diesem Kurs werde ich mein essay über die Leichen in den verschiedenen Detektivromanen schreiben. Die Essay-Titel sind vorgegeben, ich kann mir nicht wirkich selbst einen aussuchen, aber manche sind ganz interessant, wie dieser eben. Es geht aber eher um die Repräsentation der Ofper... Mal sehen, nen bisschen Literatur hab ich mir dazu schon rausgesucht.
Da dann abends plötzlich alle Jungs zu nem Pokerturnier verschwunden waren, haben wir spontan eine Ladies-Night ausgerufen und gekocht und gequatscht und youtube videos angeschaut.
Und danach dann natürlich die neueste Folge Big Bang Theory ;)

Am Samstag war dann die große Halloween Party! Erst hat Laura noch zur Tea Time um 4Uhr eingeladen (sie hat sogar 2 sehr, sehr leckere Kuchen gebacken!) und abends sind wir dann alle kostümiert zu einer kleinen Halloween Party marschiert. Es war zunächst gar nicht so leicht sich für eine Party zu entscheiden, da plötzlich Einladungen von sicherlich 5 verschiedenen Feiern kamen. Wir haben uns geschlossen für Cranbrook 63 entschieden. Ich weiß, das sagt euch nichts, aber spielt ja auch keine Rolle ;)
Es waren wirklich fast alle verkleidet und geschminkt, das Haus war dekoriert, aber so richtig spannend wars nicht. Wir sind auch nicht lange dageblieben, weil wir eh in die Stadt wollten, ins Pozition. Dort fand nämlich die größte Halloween Party statt und bis halb 11 kam man auch noch kostenlos rein. Wir habens grade noch so geschafft und es war einfach amazing! Also wirklich ALLE Leute, und es müssen viele hunderte gewesen sein, waren verkleidet. Der Club hat 5 Ebenen mit mehreren Dancefloors pro Ebene und Bars und was weiß ich noch allem. Ich hab mich mehrmals extrem verlaufen und bin zum Teil 20 Minuten lang durch den Club geirrt um die andern wiederzufinden. Aber es war wirklich super cool.

Nur die Rückfahrt war etwas anstrengend. Gegen halb 3 wollten wir los (der club machte diesmal um 3:30 zu), doch kein Taxi für uns. Nachtbusse fahren hier nicht wirklich und Taxifirmen gibt es so viele verschiedene, dass man gar nicht weiß, welche Nummer mal anrufen soll. Auf jeden Fall sind die meisten Privatunternehmen, was bedeutet, dass man sich irgendwie schon im voraus einen Platz reservieren muss. Einfach so nen Taxi anfordern schien unmöglich. Wir sind dann erstmal bis zum Bahnhof gelaufen (Sandra, Laura, Rani, Wolfi und ich), vorbei an Massen von blutverschmierten, kostümierten Zombies, um festzustellen, dass man nichtmal dort auf ein Taxi hoffen kann. Also haben wir uns zu Fuß auf den Rückweg gemacht... Zum Glück haben wirs geschafft nach der Hälfte der Strecke (20-30 Minuten?) nen Taxi zu finden, welches uns dann doch mitgenommen hat. Sehr erleichternd.
Also merke: Taxis sind kompliziert.

Gestern, am Sonntag, war dann erstmal Schlafen angesagt. Die Zeitumstellung hat kaum einer mitbekommen, sehr viel Verwirrung kam auf, aber irgendwie landeten wir dann doch alle in derselben Zeitzone. Abends sind wir (Laura, Yannick, Nicolas und ich) noch in die John McCarthy Bar auf dem Unigelände, weil dort wieder eine acoustic night stattfand. Total genial wieder mal! Da sind Talente... mein Güte! Da würde man gut und gerne freiwillig schonmal 10 Pfund für bezahlen, aber zum Glück kostet der Eintritt nur 2Pfund :)

Heute ist Montag, der 1. November. Um 10Uhr hatte ich mit Laura zusammen einen "essay writing workshop", in dem wir gelernt haben, wie man am besten essays hier schreibt. War recht informativ. Nachher hab ich noch Fußball und viel mehr wird wohl nicht passieren. Die Essays und Geschichten und Gedichte usw wollen ja auch geschrieben werden. Ich hab grade den Anfang zu meiner ersten Crime Story fertig für Donnerstag :)

Sooo, das Wort der Woche kommt diesmal sogar aus Deutschland, quasi. Bei meinem letzten Gespräch mit Matze, der momentan auch einen Englisch-Kurs besucht, hat er mir dieses wunderbare Wort beigebracht. Leider hatte ich noch keinerlei möglichkeit zur Anwendung, aber das kommt schon noch...
sesquipedalian
zu deutsch: vielsilbig. Sehr nützliches Wort.

nun gut, das wars erstmal aus Hull,
liebe Grüße nach Hause!