Der Abschied in Deutschland fiel nicht ganz so leicht, vor allem mit den zusätzlichen Visionen von der ersten Zeit da: "Ich werde ankommen und niemanden finden, in Manchester verloren gehen, ein Leben auf der Straße beginnen und schließlich an einer unheilbaren Krankheit sterben" ODER "Ich schaffe es sogar bis nach Hull, sitze dann einsam in meinem Zimmer, weiß nicht wohin, kenne keinen, verstehe den Akzent nicht, verpasse alle wichtigen Veranstaltungen und werde dann von der Uni ausgeschlossen und muss auf die Straße und.. (siehe oben)".

Offenbar hatte ich Glück und es ist nicht so gekommen. Schon am Flughafen in Berlin sah ich ein bekanntes Gesicht. Ich traf Laura, mit der ich zusammen studiere und die auch auf dem Weg nach Hull ist. Eine Freude ohnegleichen für beide von uns, denke ich mal. So sind wir zumindest gut in Manchester angkommen und fielen sogleich in die Arme der freiwilligen Helfer aus Hull, die uns abholen wollten. Eine Gruppe von fast 20 Studenten (fast ausschließlich Deutsche und größtenteils aus Nürnberg) saß also nun auf dem Flughafen und musste fast 3 Stunden warten, bis der Bus endlich abfuhr. Ein guter Zeitpunkt um sich kennenzulernen :)

Von da an haben sich alle super um uns gekümmert. Nach unserer Ankunft in Hull nach etwa 2,5h Busfahrt haben wir eine kurze Einweisung im International Office bekommen, sind dann zum Accommodation Office gelaufen um unsere Schlüssel zu bekommen und wurden dann einzeln zu unseren Häusern gebracht. Ich wohne wirklich sehr nah an der Uni, nur ein paar Fußminuten zum English Department. Die Häuser sehen alle total niedlich aus, wenn auch zum Teil renovierungsbedürftig. Innen aber sehr schön eingerichtet und modern. So sieht meine Straße aus:

Es kam auch gleich jemand aus der Straße vorbei, der uns zu einer Party in Nummer 11 einlud und so verabredeten wir uns gleich gemeinsam dorthin zu gehn. Im Haus war ich erstmal allein... schon etwas komisch. Später hab ich dann aber 2 meiner Mitbewohner kennengelernt, 2 Amerikaner :) Gefällt mir sehr gut, ich mag das amerikanische Englisch ja lieber... Die anderen Mitbewohner kommen demnächst vermutlich auch an. Mein Zimmer ist auch ganz nett, nur das Fenster geht nicht auf, aber das wird noch geregelt.
Die Party am Abend war ziemlich cool - wir haben unsere Deutsche Gruppe wieder zusammengefunden und jeder hat seine neuen Mitbewohner aus aller Herren Länder mitgebracht, sodass wir gleich neue Leuten kennengelernt haben und auch einige der sogenannten Locals, also Leute aus Hull direkt, haben mit uns Kontakt aufgenommen. Gegen Mitternacht bin ich dann total erschöpft ob all dieser verschiedenen Eindrücke und Namen, die man sich merken muss, eingeschlafen :)
Ein schöner Tag, der glücklicherweise auch ohne unheilbare Krankheitgeht auskommt, geht zuende.
Hey du,
AntwortenLöschendas klingt nach einem super Start. Ich hoffe auf viele solche guten Texte =)
Liebe Grüße
Juhuuu...so langsam leert sich Potsdam und England füllt sich!Freut mich,dass ihr gut angekommen seid und noch nicht auf der Straße wohnt!!Und es ist gut,dass ihr gleich sooo viel Anschluss gefunden habt!Ich hoffe doch,dass die anderen Mitbewohner auch sehr nett sind und ihr gut auskommt miteinander!
AntwortenLöschenWann geht die Uni bei euch los??
Viele liebe Grüße von uns!!
Schön, dass du so gut angekommen bist! Ein bisschen neidisch bin ich ja schon, aber ich freu mich dann doch riesig für dich. :)
AntwortenLöschenSchade, dass wir uns vorher nicht mehr gesehen haben, aber ich denke trotzdem ganz viel an dich!
Fühl dich ganz doll gedrückt!
Dani
Sieht süß aus da. :) Ich hoffe du hast eine schöne Zeit und machst ganz viele Fotos, die du mir dann zeigen kannst. :3
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