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Samstag, 2. Oktober 2010

ein erfrischendes Nordseebad..

...wie man der Überschrift leicht entnehmen kann, entstehen in geselligen Runden, gepaart mit ein paar Flaschen Wein und Bier, schon einige merkwürdige Ideen. So kam gestern Abend die spontane Idee auf: Kommt! Lasst uns in der Nordsee baden gehen! Wenn nicht jetzt, wann dann?
Es haben sich tatsächlich 5 Freiwillige gefunden um heute baden zu fahren und natürlich war ich auch mit dabei ;)


Heute "früh", kurz vor 12, sind wir losgefahren (mit dem Auto versteht sich) und haben die 17 Meilen bis zur Nordsee hinter uns gebracht um im kleinen Örtchen Withersea zu landen. Das Wetter hat auch total mitgespielt - die Sonne hat geschienen und das Meer hat gerauscht, total idyllisch! Wir, das waren Adrien, Yannick und Nicolas aus Frankreich, Kajetan aus Polen und meine Wenigkeit, haben erstmal den Ort erkundet. Wir sind auf den Leuchtturm gestiegen, haben uns die Kirche und den Friedhof angeschaut und später auch noch waschechte Fish'n'Chips gegessen. Und wir sind tatsächlich baden gegangen! Ich kanns selbst kaum fassen ;) Es war super-duper toll und hat total Spaß gemacht. An uns vorbei liefen die Briten mit dicken Windjacken, aber so kalt wars dann doch nicht mehr in der Sonne. Zumindest nicht mehr, als man aus dem etwa 12°C kalten Wasser kam.
Nach dem Sonnenbad wurde es dann allerdings richtig kalt, sodass wir erstmal essen warn um uns auzuwärmen und dann wie gesagt noch durch die Stadt gelaufen sind um anschließend auf einer Wiese halt zu machen und dort noch die letzten warmen Sonnenstrahlen zu genießen... Einfach schön :)


Wir sind auch erst gegen viertel 7 wieder zuhause gewesen, also echt nen toller Tagesausflug.

Aber es stand ja noch was an heute. Wie ich schon angekündigt habe, fand der große RUBIK'S CUBE CONTEST statt :) und wer hat natürlich gewonnen??? :D yay! Ich bekomm nen Essen! Ich hab meine eigenen Rekordzeiten unterboten, während die Jungs immer wieder Fehler gemacht haben und teilweise 5 Minuten gebraucht haben... tztztz. Aber erst haben se natürlich rumgeprahlt, wie schnell die doch sind. Na ja, hat alles nix geholfen. Ich hab mit einer Bestzeit von 1:36 min gewonnen. (Aber wir haben drei Läufe gemacht und die Durchschnittsgeschwindigkeiten gebildet, da man ja manchmal einfach Glück hat...).
Also das Hauptgericht wird französisch und der Nachtisch polnisch. Ich bin gespannt.

Nach dieser vollen Man-Power den ganzen Tag über gabs abends erstmal nen Mädelsabend zum Ausgleich. Und morgen geht's nach York. Leider solls regnen (war ja auch nicht anders zu erwarten). Aber mit ca. 200 Studenten die da mitfahren wird sich sicherlich auch im Regen Spaß finden lassen.

Und hier noch wie immer unser Frosch des Tages: Der Fish'n'Chips - Frosch

Donnerstag, 30. September 2010

Als einmal die Sonne schien...


Man mag es kaum glauben, aber Sonnenschein ist in Hull zumindest nicht ganz unmöglich! Heute war tatsächlich ein super-schöner T-shirt Tag :) Diese einmalige Gelegenheit konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen und hab deshalb gleich mal nen paar Bilder von der Uni gemacht:Sieht echt toll aus, und es sind auch einfach fast alle Gebäude so. Von innen dann aber wieder sehr modern. Also ne sehr gute Mischung. Hier noch 1 Bild aus der Bibliothek. Die hat nen Turm und ist somit das einzige Gebäude, welches 5 Stockwerke hat und alles überragt.

Die viele Sonne haben wir natürlich gleich genutzt und sind in die Stadt gefahren. Die Bustickets soll aber mal einer verstehn... Ne Einzelfahrt kostet (je nach Buscompany) 1,30 Pfund. Ne ganze Tageskarte kostet aber nur 2,50 Pfund. Da man ja eigentlich eh immer hin UND zurück muss, kauft man doch eher ne Tageskarte, oder? Na ja, sehr merkwürdig. Hull hat auf jeden Fall nen schicken Hafen und eine hübsche Innenstadt und natürlich DAS Hightlight schlechthin - das einzige Submarium Europas. The Deep. Über 3000 Fische und 50 Haie leben dort und es soll wohl recht spektakulär sein. Da werden wir definitiv auch noch hingehen. Nachdem wir in der Stadt dann schon an gefühlten 47 Pubs vorbeigelaufen waren bekamen wir so langsam hunger und dachten - jetzt nen Pub, das wär was tolles! Wir sind ungelogen über ne halbe Stunde weitergelaufen und haben es erst dann geschafft noch ein Pub zu finden -.-














Wir warn mal wieder interkulturell unterwegs, wie ja eigentlich fast immer :)

Oh, und Sport hab ich gemacht :) Ich war beim Mädchenfußball Training. War total cool. Wir sind sehr viele, auch noch ein anderes Deutsches Mädchen. Einige sind sehr gut, andere mein Niveau, wieder andere haben noch nie zuvor Fußball gespielt, also sehr unterschiedlich. Ich hab mich leider gleich beim ersten Mal hingepackt... war ja auch nicht anders zu erwarten... und hab jetzt nen ekliges Knie, aber ich hoffe, dass das bis zu, nächsten Training am Montag wieder halbwegs verheilt ist.

Wir treffen uns auch öfters zum Essen oder zum kochen und backen generell und das macht total Spaß, vor allem, da man ja auch Köstlichekeiten anderer Nationen kennenlernen kann. Soweit sich diese Nationen denn überreden lassen tatsächlich was zu kochen ;) Gestern gabs Französisch... mh. Aber am leckersten wirds vorerst am Sonntag, da Samstag nämlich die große Competition stattfindet.
RUBIK'S CUBE!!! Kajetan aus Polen, Yannick aus Frankreich und Susi aus Deutschland treten an im großen Kampf - wer kann den Würfel am schnellsten lösen? Der letzte platz muss ein Hauptgericht kochen, der 2. ist für den Nachtisch verantwortlich und der erste darf genießen. Ich werd euch auf dem Laufenden halten.

Hier nochmal etwas Hull:

und schon wieder eine Dämlichkeit mehr. Das Waschbecken. Im Bad. Ich hasse es. Links ist der Hahn fürs warme Wasser. Rechts der für kalte. Wieso? Wenn ich mir also meine Hände waschen möchte, kann ich dies entweder mit extrem kalten Wasser tun, sodass ich meine Finger hinterher nicht mehr spüre, oder aber mit kochend heißem Wasser, sodass ich mich verbrenne. und es ist das einzige Waschbecken im Haus abgesehen von der Spüle.. Da hat mal wieder jemand mitgedacht.

Gestern gabs ne tolle Party, sowas hatte ich vorher noch nie gehört: eine Silent Social Headphone Party. Das Prinzip ist simpel: Am Eingang bekommt jeder Kopfhörer. Im Saal sonst läuft keinerlei Musik. Man hat nen Knopf am Hörer den man umstellen kann und sich somit für die Musik von DJ a oder DJ b entscheiden kann. Zu Beginn etwas seltsam. Alle standen recht steif da und hörten der Musik ihrer Wahl zu, aber sobald es voller wurde wars eine der besten Parties! Alle haben laut mitgesungen und getanzt, wenn auch nicht immer zur gleichen Musik. Und das beste: Man konnte einfach die Kopfhörer abnehmen und sich unterhalten ohne schon am selben Abend noch heiser zu werden von der ganzen Brüllerei. Also echt nen tolles Konzept :)
Anders als wir es gewohnt sind, hören die Parties hier allerdings meist 2.30Uhr auf. Dann gehen einfach die Lichter an. Sehr merkwürdig zu Beginn, aber man gewöhnt sich ja an alles!

Zum Abschluss noch der Frosch des Tages:

Dienstag, 28. September 2010

Finally Internet!

Was für eine Warterei - aber nun ist es doch endlich geschafft. Susi hat Internet!!! Wenn auch irgendwie nicht immer... warum auch immer. Aber nach gefühlten 20 Gängen in die Bibliothek und stundenlanges ein- und auschalten sämtlicher Internetoptionen hat's jetzt offenbar geklappt. Mich freuts :) Und schreiben kann ich jetzt auch endlich wieder, das dürfte euch freuen.

ANMERKUNG: nach etwa einer Stunde internetfreudiger Zeit, stuerzte natuerlich alles ab und jetzt geht wieder nichts mehr, aber noch diese Woche soll angeblich jemand kommen um die Steckdosen zu ueberpruefen... Wer's glaubt...

Tja... da ist schon ne Menge passiert in den paar Tagen. Die Eindrücke sind überwältigend. Ich hab festgestellt, dass ich ziemlich gut darin bin mir sämtliche Namen zu merken, was hier definitiv von Vorteil ist. Die kulturelle Vielfalt ist wirklich beeindruckend und auch die Organisation, zumindest zum Großteil, ist wirklich gut. Ich weiß nicht so recht, was ich jetzt schreiben soll, weil einfach schon so viel passiert ist. Mh.. ich werd einfach randomly nen paar Dinge erzählen ;)

Erstmal das wichtigste zuerst ^^ die Telefonzellen!
Die sind hier nämlich nicht etwa rot, sondern creme-farben. Übrigens ist Hull die einzige Stadt in der das so ist. Wieso? Weil Hull die einzige Stadt in ganz Enlgand ist, die ihr eigenes Telefonnetz hat :) As simple as that!

Ich hab nen neuen Mitbewohner :) Nicolas aus Frankreich. Hier sind ziemlich viele Franzosen, vermutlich so viele wie Deutsche. Aber natürlich in keinem Vergleich zu den ganzen Chinesen ^^ Die kann man wohl nicht übertrumpfen. Aber die sieht man eben nicht... alle unter sich. Allerdings sind alle in meinem Haus so unverbindlich. Da fragt man, ob man was zusammen machen will und dann winden sie sich um eine Antwort - koennte ja vielleicht noch nen besseres Angebot kommen... Letzten Endes treffen wir uns dann eh immer auf der gleichen Party.

Diese Woche ist Freshers Week - das heißt so ziemlich jeden Abend irgendeine Veranstaltung und vor allem die Vorstellung von sämtlichen Uni-Organisationen, die es hier wirklich wie Sand am Meer gibt.
Die ISA (International Student Association) plant zB viele Verschiedene Kurzausflüge, demnächst gehts nach York für nur 7 Pfund.
Die HUU (Hull University Union) organisiert Feiern und Veranstaltungen.
Heute haben sich die verschiedenen Sport-Clubs vorgestellt.
Nun, wie hat man sich sowas vorzustellen? Folgendermaßen: Eine recht enge, stickige, volle, laute Halle, in der man sich kaum bewegen kann, weil man von allen Seiten mit Flyern beworfen, Stickern beklebt und Süßigkeiten angelockt wird, nur um zu erfahren, wieso denn nun gerade Cheerleading der beste Sport der Welt sei und nicht etwa doch Rudern. Eine sehr anstrengende Prozedur, an deren Ende man gar nicht mehr weiß, welche Sportarten denn nun eigentlich angeboten wurden.

Wir haben auch schon zusammen mit anderen Austauschstudenten kleinere Ausflüge unternommen, wie zum Beispiel zur Humber Bridge. Eine giantische Brücke über den Fluss Humber, an welchem Hull liegt. Das Wetter hätte besser sein können, aber Spaß hats trotzdem gemacht!
Nach der großen International Welcome Party am Freitag (die wirklich der Hammer war) haben die anderen Events nicht ganz mithalten können. Am Sonntag war ein Comedy Hypnotisör (?) da, sehr unterhaltsam. Vorestern war die große Nacht der Nächte, angeblich zumindest, denn Basshunter trat auf. Für ne halbe Stunde zumindest... während der auch so ziemlich alle Gäste den Saal verließen... war wohl eher weniger erfolgreich. Gestern gabs ne große Quiz-Nacht, deren Fragen so ziemlich niemand beantworten konnte, außer vielleicht die nach der Nationalität des Schiedsrichters, der bei der WM das klare Tor der Engländer gegen Deutschland aberkannt hat. Wir beim Quiz: Jordan aus Amerika, 2 Französinnen aus Orleans und Laura aus Potsdam, sowie Sandra aus Nürnberg.
Heute findet eine Beach-Party statt, zu der man tatsächlich in Badesachen erscheinen soll... Mal sehen. Aber diese Art der Kleidung ist hier generell nicht so abwegig, denn so wie die Briten rumlaufen, friert man schon beim zuschauen! 22 Uhr, etwa 12°C, Sprühregen.
Kleidung der Britinnen: Cocktailkleid. Ohne Strumpfhosen. Mit mind. 10 cm Absätzen.
Kleidung der Ausländer: 2 T-Shirts, Pulli, Mantel, Schal, Handschuhe, Schirm, Stiefel.
Kein Wunder, dass die hier alle dauernd krank werden.

Meine Kurse hab ich jetzt auch schon so gut wie sicher, obwohl die das hier auch relativ relaxed angehen. Heute steht immer noch nicht fest, wann der Kurs ab naechster Woche denn ueberhaupt stattfinden soll, denn die Stundenplaene werden erst noch erstellt... Richtig in die Uni muss ich auch nur 3 Mal die Woche fuer je 2 Stunden. Der Rest ist Heimarbeit. Jeder Kurs hat ein Handbuch, in welchem alles wichtige steht und vor allem auch die ganzen Hausaufgaben und Filme, die man schauen soll und Buecher, die man lesen muss. Da kommt einiges an Arbeit auf einen zu, ich bin gespannt welches Niveau die Kurse dann letzten Endes haben.

So, wie Berlin die Stadt der Bären ist, ist Hull offenbar die Stadt der Kröten - man findet die überall und sie sollen auf den berühmten Poeten Philipp Larkin hinweisen.

Ganz liebe Gruesse aus dem Land des durchnaessenden Spruehregens!

Mittwoch, 22. September 2010

Arrival

Der Abschied in Deutschland fiel nicht ganz so leicht, vor allem mit den zusätzlichen Visionen von der ersten Zeit da: "Ich werde ankommen und niemanden finden, in Manchester verloren gehen, ein Leben auf der Straße beginnen und schließlich an einer unheilbaren Krankheit sterben" ODER "Ich schaffe es sogar bis nach Hull, sitze dann einsam in meinem Zimmer, weiß nicht wohin, kenne keinen, verstehe den Akzent nicht, verpasse alle wichtigen Veranstaltungen und werde dann von der Uni ausgeschlossen und muss auf die Straße und.. (siehe oben)".


Offenbar hatte ich Glück und es ist nicht so gekommen. Schon am Flughafen in Berlin sah ich ein bekanntes Gesicht. Ich traf Laura, mit der ich zusammen studiere und die auch auf dem Weg nach Hull ist. Eine Freude ohnegleichen für beide von uns, denke ich mal. So sind wir zumindest gut in Manchester angkommen und fielen sogleich in die Arme der freiwilligen Helfer aus Hull, die uns abholen wollten. Eine Gruppe von fast 20 Studenten (fast ausschließlich Deutsche und größtenteils aus Nürnberg) saß also nun auf dem Flughafen und musste fast 3 Stunden warten, bis der Bus endlich abfuhr. Ein guter Zeitpunkt um sich kennenzulernen :)

Von da an haben sich alle super um uns gekümmert. Nach unserer Ankunft in Hull nach etwa 2,5h Busfahrt haben wir eine kurze Einweisung im International Office bekommen, sind dann zum Accommodation Office gelaufen um unsere Schlüssel zu bekommen und wurden dann einzeln zu unseren Häusern gebracht. Ich wohne wirklich sehr nah an der Uni, nur ein paar Fußminuten zum English Department. Die Häuser sehen alle total niedlich aus, wenn auch zum Teil renovierungsbedürftig. Innen aber sehr schön eingerichtet und modern. So sieht meine Straße aus:Es kam auch gleich jemand aus der Straße vorbei, der uns zu einer Party in Nummer 11 einlud und so verabredeten wir uns gleich gemeinsam dorthin zu gehn. Im Haus war ich erstmal allein... schon etwas komisch. Später hab ich dann aber 2 meiner Mitbewohner kennengelernt, 2 Amerikaner :) Gefällt mir sehr gut, ich mag das amerikanische Englisch ja lieber... Die anderen Mitbewohner kommen demnächst vermutlich auch an. Mein Zimmer ist auch ganz nett, nur das Fenster geht nicht auf, aber das wird noch geregelt.
Die Party am Abend war ziemlich cool - wir haben unsere Deutsche Gruppe wieder zusammengefunden und jeder hat seine neuen Mitbewohner aus aller Herren Länder mitgebracht, sodass wir gleich neue Leuten kennengelernt haben und auch einige der sogenannten Locals, also Leute aus Hull direkt, haben mit uns Kontakt aufgenommen. Gegen Mitternacht bin ich dann total erschöpft ob all dieser verschiedenen Eindrücke und Namen, die man sich merken muss, eingeschlafen :)

Ein schöner Tag, der glücklicherweise auch ohne unheilbare Krankheitgeht auskommt, geht zuende.

Dienstag, 7. September 2010

Accommodation - jippie!

Endlich, endlich, ENDLICH! Nach ewig währender Wartezeit ist der langersehnte Brief nun doch noch eingetroffen! Ich habe eine Unterkunft in Hull!

Nachdem schon mehrfach darauf hingewiesen wurde, dass sich die Zuteilung der Wohnungen in Hull etwas hinziehen würde, da ungewöhnlich viel zu tun sei (wie wohl jeden Jahr um diese Zeit), wartete ich also mehr oder weniger geduldig auf Nachrichten. Zwischenzeitlich gab es schon eine kurzzeitige Erleichterung - eine email aus Hull mit der Betreffzeile "Accommodation" traf ein - aber nein. Falscher Alarm. Wieder nur eine Bitte um geduldiges Warten. Vor dem ersten September sollten wir uns lieber nicht melden, denn wie gesagt, es sei ja viel los. Als ich auch am 2.09. noch nichts vernahm und am 3. erst recht nicht, entschied ich mich zu einer email an das Büro. Sofort bekam ich eine elektronisch erstellte Antwort, in der um Verzeihung gebeten wurde, dass sich Verzögerungen eingeschlichen haben, aber dass sie mir binnen der nächsten 48h antworten würden. Na ja... Antwort per Mail habe ich bisher immer noch nicht erhalten - aber immerhin war der Briefkasten voll :) Was für eine Erleichterung!

Beim Öffnen des Schreibens stellte ich fest, dass es bereits am 04.August in Hull unterzeichnet wurde und wunderte mich ein wenig... aber vielleicht hat mich das Schreiben nur wegen der seltsamen Adresse nicht gleich erreicht. Straße wurde mal eben zu Strabe und Berlin zu Berun - wer soll denn das auch finden! Aber irgendwie haben sie es ja geschafft. Aus Frankreich ist der Brief gekommen, über Paris.. na ja.

Innerhalb der nächsten 10 Tage soll ich den Mietvertrag unverzüglich zurückschicken... fragt sich nur ab wann diese Tage gezählt werden - ich hoffe doch nicht, ab dem 04.08. aber das wird schon alles. Jetzt kann erstmal nichts mehr schiefgehen... hoffe ich zumindest.

Reicht ja auch, schließlich wurde mir zuvor mitgeteilt, dass der Studiengang Englisch in Hull überhaupt nicht für Austauschstudenten belegbar ist. Ja, schade. Aber was solls ^^ 2 Kurse stehen schon mehr oder weniger fest:

1. Crime Fiction: Reading the Body, Reading the signs
2. Crossing Cultures: Literature and Film in Post-colonial Britain

Hörn sich beide ganz gut an, keine Klausur als Bewertungsgrundlage sondern "nur" jeweils 2 essays über je 2500 Worte. Den dritten Kurs wähle ich dann vor Ort, mal sehen, was sich da noch so anbietet.
Nun ja, zwischenzeitlich fragte mich Hull nun also, ob ich überhaupt noch am Erasmus-Programm teilnehme, weil ja mein Learning Agreement nicht an dieser Uni studierbar sei, aber da sich Herr Bielick nicht weiter dazu geäußert hat, nehme ich mal an, dass trotzdem noch alles klappt. Solch ein Hin und Her und hier ein Problem und dort eines... aber so muss das wohl sein.

Zufrieden werde ich jetzt die letzten beiden Wochen in Berun und Potsdam verbringen :)

Mittwoch, 1. September 2010

Obdachlos in Potsdam

Gestern war es so weit - ich wurde obdachlos. Meine letzten festen Verbindungen nach Potsdam (Anmerkung der Regie: GOLM) sind gelöscht. Ein trauriger Augenblick.
In der Woche zuvor hatte ich mithilfe meiner Familie und der freundlichen Unterstützung von Matze und Arvid mein Zimmer entleert. 30m² leerer Raum präsentierten sich nun ganz nackt dem Auge. Es hallte im Raum. War nen bisschen seltsam. Ich muss sogar zugeben, dass ich das erste Mal seit dem Winter wieder die Heizung angestellt habe, damit wenigstens eine halbwegs erträgliche Temparatur im Raum herrscht.

Diesen Zugewinn an Platz haben wir noch ein bisschen in einer netten pre-Johstis-Überraschungs-Geburtstags-Party begossen . Nachdem selbst Lea erraten hatte, wer sie bei Wer-Bin-Ich? ist (Will Smith) saß ich wieder allein im Nichts. Schon ein trauriger Anblick, nachdem ich eineinhalb Jahre hier verbracht hatte und das Zimmer doch ganz schick hergerichtet hatte. Eine letzte Nacht habe ich noch in Golm verbracht, dann musste ich die Schlüssel abgeben. Unglücklicherweise lief das nicht so schön schnell ab, wie ichs mir vorgestellt hatte - natürlich gab es etwas zu bemängeln. Nachdem ich eine Stunde lang Aufkleber vom Regal abgekratzt und den verloren geglaubten Bettkasten gereinigt hatte, verließ ich mein Domizil in Haus 17. Golm Adé.
Abgemeldet hatte ich meinen Zweitwohnsitz auch schon, und nun bin ich also obdachlos. Freundlicherweise haben mir sowohl Matze, als auch Lea eine Unterkunft angeboten, worüber ich sehr glücklich bin :)

Die Abreise rückt näher - ich bin gespannt!

Donnerstag, 5. August 2010

Good-Bye-Party

Am 28.07.2010 war es dann so weit - die Verabschiedungsfeier fand statt. 19 Uhr - zwischen den T-Heimen am Palais. Ich möchte allen Anwesenden meinen Dank für ihr Kommen aussprechen - es war echt schön!
Auch wenn es vielleicht nicht ganz so schön begonnen hat... Punkt 19 Uhr begann es natürlich zum ersten Mal seit gefühlten 3 Wochen zu regnen. Erst leichter, aber anhaltender Nieselregen, dann immer stärker werdender Platzregen. Konsequenz: Zuflucht in die Küche! Einziges Problem: das ganze T2 ist stuhllos! Keiner der Gemeinschaftsräume besitzt auch nur einen einzigen Stuhl.. Nun ja, ne Stehparty ist ja auch ganz nett, doch war die Stimmung eher gedrückt. Doch dank Arvids freiwilliger Meldung zum Regen-Grillmeister, konnten wir die Stehparty dann doch in eine Treppenparty umwandeln und zwängten uns auf die trockenen Stufen vor dem Eingang. Während Annes Freund sentimental in den Sonnenuntergang schaute, hörte der Regen plötzlich auf und es offenbarte sich uns ein wundervoller, farbenfroher Regenbogen! So etwas Schönes :)
Mit Musik aus dem Handy, Sekt auf dem Pulli und Würstchen auf dem Grill konnte die Party dann endlich richtig losgehen. Mit Anti-Heimweh-Nudeln wurden Matt und ich verabschiedet und ein wunderschöner Abend ging zuende...